Sternbrücke Hamburg: Rückbau der alten Brücke bis Sonntag
Sternbrücke: Rückbau der alten Brücke bis Sonntag

Der Rückbau der alten Sternbrücke in Hamburg läuft auf Hochtouren. Die etwa 3.700 Tonnen schwere neue Brücke liegt bereits bereit, doch vor dem Einsetzen muss die alte Brücke entfernt werden. Bis Sonntag werden die alten Brückenteile abgebaut. Die Stahlträger der 100 Jahre alten Brücke werden zurückgebaut. Am Freitagmorgen waren die Arbeiter mit Schneidbrennern im Einsatz. Der Höhepunkt des Tages, der Abriss der Brückenteile, verzögerte sich jedoch, weil der Transporter mit wichtigen Teilen für den Kran im Stau stand. Am frühen Nachmittag wurden die Arbeiten fortgesetzt.

Projektleitung und Abtransport

Die 36-jährige Ingenieurin Janna Widmaier leitet das Projekt für die Deutsche Bahn. „Die alte Brücke wird hier ausgebaut und zerschnitten“, sagte Widmaier. Die etwa 140 Tonnen schweren Brückenteile werden dann zum Vogelhüttendeich nach Wilhelmsburg transportiert und dort mit einem Kran abgeladen. Die alte Sternbrücke ist der Stadt von der Bahn als Geschenk angeboten worden, doch Hamburg hat bisher kein Interesse an den historischen Teilen gezeigt.

Anwohner reagieren genervt

Viele Schaulustige beobachten die Arbeiten, doch Anwohnende zeigen sich streckenweise genervt. „Es ist vollkommen unnötig in diesen Dimensionen“, sagte ein Bewohner. „Wir sind belogen worden. Seit Monaten wird hier nachts rumgebaut.“ Beim Einbau der neuen Brücke ab kommenden Donnerstag müssen Anwohner eines Teilstücks der Max-Brauer-Allee für mehrere Tage ihre Häuser verlassen.

Zeitplan für den Einbau

Nächste Woche wird die neue 108 Meter lange und 21 Meter breite Brücke vom Bauort rund 500 Meter zum Bahndamm transportiert und eingesetzt. Sogenannte Tausendfüßler sollen sie über die Max-Brauer-Allee zum Einbauort an der Kreuzung Stresemannstraße bringen. Am 30. Juli soll die rund 4.500 Tonnen schwere Brücke bewegt werden. Bis Ende August soll das Bauprojekt abgeschlossen sein, das die alte Brücke aus dem Jahr 1926 ersetzt. Am 31. August wird der Bahnverkehr wieder aufgenommen. Die Kreuzung Max-Brauer-Allee / Stresemannstraße soll am 2. September wieder befahrbar sein. Bis November kommt es jedoch zu Verkehrseinschränkungen, da noch Nebenflächen im Kreuzungsbereich umgebaut werden.