Polizei und Bundeswehr suchen weiterhin nach einem geländegängigen Bundeswehr-Fahrzeug. Der 15 Tonnen schwere Lastwagen mit gefleckter grau-grüner Tarnfarbe wurde bereits vor zweieinhalb Jahren gestohlen und ist bis heute nicht gefunden worden, wie eine Polizeisprecherin dem Nordkurier auf Anfrage sagte.
Diebstahl auf Werkstattgelände
Das Armeefahrzeug stand damals in der Nacht zum 23. Januar 2024 auf einem Werkstattgelände im Süden von Schwerin Süd und sollte dort repariert werden. Die Diebe hatten für den Klau die Umzäunung der größeren Firma aufgebrochen, bei der sonst Lkw-Motoren instandgesetzt werden.
Es war der erste Diebstahl eines Armeefahrzeugs, das noch im Dienst der Bundeswehr steht, in Mecklenburg-Vorpommern.
Motiv bleibt rätselhaft
Das Motiv der Täter ist den Ermittlern immer noch rätselhaft. Zeugenaufrufe und Fahndungen, auch über die Grenzen von MV hinaus, haben bisher nicht zum Erfolg geführt. Auch Telefondaten wurden bereits ausgewertet, um den Dieben auf die Spur zu kommen.
Militär-Lkw vom Typ „Multi-Wechsellader“
Bei dem gestohlenen Fahrzeug handelt es sich um einen „Multi-Wechsellader“, wie es in Bundeswehr-Deutsch heißt. Dieser Militär-Lkw-Typ ist für zwei Mann als Besatzung ausgelegt. Er gilt als robustes und bewährtes Versorgungsfahrzeug, unter anderem um Einheiten im Einsatzfall mit Munition zu versorgen.
Der Begriff „Multi“ steht dabei, so Fachleute, für „Mechanisierte Umschlag-Lagerung-Transport-Integration“. Durch die Konstruktion dieses Fahrzeugs kann Ladung sehr flexibel und schnell be- und entladen werden. Auch ein Maschinengewehr kann dort aufgebaut werden.