Die Ernte 2026 in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg fällt bislang insgesamt durchschnittlich aus, jedoch mit großen regionalen Unterschieden. Bei der Wintergerste wurden vielerorts ordentliche, teils sehr gute Erträge eingefahren. Auch beim Weizen zeichnet sich überwiegend eine durchschnittliche Ernte ab.
Regen als entscheidender Faktor
Entscheidend ist, wie viel Regen die einzelnen Regionen im Frühjahr und Frühsommer erhalten haben. Besonders auf den leichten und sandigen Böden Brandenburgs hat die Trockenheit den Beständen zugesetzt, während bessere Böden und ausreichend Niederschlag deutlich höhere Erträge ermöglichen. Beim Raps fällt die Bilanz regional unterschiedlich aus.
Bundesweit gedämpfte Erwartungen
Für die diesjährige Getreideernte in Deutschland wird nach Einschätzung der Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes, Sabet, ein unterdurchschnittliches Ergebnis erwartet. Gleichzeitig seien die Marktpreise niedrig, während die Kosten unter anderem für Transport, Dünger und Futter gestiegen seien.
Gute Ernte, schlechter Erlös
Das bekommen auch die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zu spüren. Trotz teilweise guter Erträge bleibt die wirtschaftliche Lage angespannt. Hohe Kosten für Maschinen, Energie, Dünger und Personal treffen auf vergleichsweise niedrige Preise für Getreide und Raps. Für viele Betriebe gilt deshalb in diesem Sommer: Was auf dem Feld zunächst nach einer zufriedenstellenden Ernte aussieht, muss am Ende noch lange kein gutes Geschäft sein.