MV stellt erstmals Landes-Demenzplan zur besseren Unterstützung vor
MV stellt erstmals Landes-Demenzplan vor

Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern hat am Dienstag erstmals einen Landes-Demenzplan vorgestellt. Er soll die Unterstützung für Betroffene und ihre Angehörigen verbessern und Hilfsangebote stärker vernetzen. Rund 40.000 Menschen mit Demenz leben derzeit in Mecklenburg-Vorpommern. Angesichts der alternden Bevölkerung dürfte diese Zahl weiter steigen.

Zehn Handlungsfelder für eine demenzfreundliche Gesellschaft

Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) hat den Plan gemeinsam mit der Alzheimer Gesellschaft Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt. Der Plan umfasst zehn Handlungsfelder mit konkreten Empfehlungen. Unter anderem sollen ambulante und stationäre Angebote besser miteinander verzahnt sowie Informations-, Beratungs- und Hilfsangebote stärker vernetzt werden. Gleichzeitig sollen möglichst viele gesellschaftliche Bereiche für den Umgang mit Demenz sensibilisiert werden – von der freiwilligen Feuerwehr und Wohnungsgesellschaften bis hin zu Kranken- und Pflegekassen.

„Unser Demenzplan hat einen sehr hohen gesellschaftlichen und praktischen Wert, weil er konkrete Hilfe für Kranke und deren Familien bündelt“, sagte Drese.

Gemeinsam mit Betroffenen entwickelt

Nach Angaben der Alzheimer Gesellschaft unterscheidet sich der Landes-Demenzplan auch durch seine Entstehung von Konzepten anderer Bundesländer. Er sei nicht ausschließlich von Fachleuten entwickelt worden, sondern unter Beteiligung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen entstanden. Viele der im Plan aufgeführten Ansätze werden demnach bereits im Land umgesetzt und sollen nun stärker miteinander verbunden und weiterentwickelt werden.