Güstrow zieht immer mehr internationale Gäste an
Güstrow zieht immer mehr internationale Gäste an

Immer mehr internationale Gäste finden den Weg in die Barlachstadt. Das spürt Hotelier Erich-Alexander Hinz, Gastgeber des Kur- und Strandhauses am Inselsee in Güstrow. „Uns besuchen in diesem Sommer viele Briten, Holländer, Italiener und Amerikaner, letztere auch auf den Spuren ihrer familiären Wurzeln“, erzählt der Gastronom. „Gäste kommen aus ganz Europa, sogar aus Australien.“

Radfahren und Kultur als Trends

Vor allem Radfahren sei trendy. Dafür nutzen viele den nahe gelegenen Radfernweg von Hamburg nach Rügen oder Kopenhagen. Erich-Alexander Hinz spricht von einem anspruchsvollen Publikum, das es sich abends gern gut gehen lasse. Es reist in kleinen Gruppen, zu zweit oder auch allein. Überwiegend kommen die Urlauber aber aus allen Teilen Deutschlands. „Man merkt, dass unser Land immer interessanter für Touristen wird“, sagt Hinz.

„Meist bevorzugen die Reisenden eine Kombination aus Natur und Kultur. Sie besuchen Schloss, die Barlach-Museen und den Dom und lieben Tagestouren nach Wismar, Rostock oder Schwerin.“ Diese Aktivitäten seien zudem nicht so wetterabhängig wie etwa ein Urlaub an der Küste. Erich-Alexander Hinz bemerkt auch ein zunehmend „solides, nicht sehr preisempfindliches Klientel, das Wert auf Qualität legt.“ Insofern sei die Barlachstadt durchaus prädestiniert dafür, sich als Kulturstadt auszuzeichnen – ein Vorstoß des Ersten Güstrower Kunstvereins (die Redaktion berichtete).

Hotelier sieht Potenzial in Galerien

Ähnliches nimmt auch Olav Paarmann, Chef des Hotels am Schlosspark in Güstrow, wahr. „Wir haben ein Klientel, das durchaus bereit ist, mehr Geld auszugeben. Insofern passt das Cluster Galerien, welche es ja viele in Güstrow gibt, sehr gut in unser Tourismuskonzept“, meint der Hotelier und Vorstand des barlachstädtischen Tourismusvereins. Er ist zuversichtlich, dass sich die Situation künftig noch besser darstelle – jetzt, wo der Markt fertig und wenn das Schloss saniert ist.

Mecklenburgische Schweiz setzt auf Natur

Etwas anders stellt sich die Lage in der Mecklenburgischen Schweiz dar. Hier locken eher die naturgebundenen Freizeitaktivitäten, je nach Wetterlage am, auf und im Wasser – gern auch in Kombination mit Wanderungen. Vor allem bei Familien seien Führungen des Naturparks Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See sehr gefragt, ließ Jana Koch, Leiterin der Teterower Tourist-Information wissen.

Wenige ausländische Gäste finden den Weg hierher – das vor allem zu Großevents auf dem Bergring und zum Töpfermarkt. In die Mecklenburgische Schweiz kommen ihr zufolge hauptsächlich Gäste aus Deutschland, vor allem Sachsen, Berlin/Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Bei Besuchern hoch im Kurs stehe die Burgwallinsel. „Frischer Räucherfisch wird als regionales Angebot geschätzt, Gäste und auch Einheimische sind besonders erfreut, dass wieder Wassertreter ausgeliehen werden können.“ Beliebt sei auch die Offene Kirche St. Peter und Paul, nicht zuletzt auch mit dem neuen Angebot der Orgelauszeit immer mittwochs um 12 Uhr. Bemerkenswert ist die Nachfrage nach Unterkünften mit Klimaanlage in diesem zeitweise extrem heißen Sommer.