Die Pläne der Stadt Demmin, den Spielplatz vom Devener Holz in das Wohngebiet Achtermanns Acker zu verlegen, stoßen bei einigen Anwohnern auf Widerstand. Eine Anwohnerin machte im Stadtentwicklungsausschuss deutlich, dass nicht der Spielplatz an sich das Problem sei, sondern der gewählte Standort. „Ein Spielplatz an der Stelle ist ein No-Go. Das würde kein Problem lösen, sondern Probleme schaffen“, sagte sie.
Kritik an Standortwahl und Verlegung
Die CDU-Fraktion hatte in der Stadtvertretersitzung im Juli angeregt, den Spielplatz Devener Holz auf den Achtermanns Acker zu verlegen, da sich jüngere Familien dort einen Spielplatz wünschen. Besonders ältere Anwohner, die teils seit 30 Jahren in der Siedlung leben, fühlen sich von dem Vorhaben überrumpelt. Sie schätzen die „von Ruhe geprägte Siedlung“ und befürchten, dass der geplante Standort, umgeben von älteren Bewohnern, unpassend sei.
Die Anwohner können auch die Verlegung aus dem Devener Holz nicht nachvollziehen. Der Spielplatz existiere dort seit 30 Jahren und werde genutzt. „Die geringe Nutzung ist für uns nicht nachvollziehbar. Gerade für Familien ohne Garten ist der Spielplatz dort unverzichtbar“, erklärte die Anwohnerin. Auf dem Achtermanns Acker hingegen hätten die Kinder in den eigenen Gärten alles, was sie bräuchten: „Hier auf dem Achtermanns Acker wird jeden Tag gespielt. Auf dem eigenen Grundstück haben die Kinder jedes Spielgerät!“
Stadt soll Alternativen prüfen
Den Anwohnern geht es nicht um die Abschaffung des Spielplatzes, sondern um einen anderen Ort. „Es gibt genug andere freie Flächen auf dem Achtermanns Acker, wo ein Spielplatz viel sinnvoller wäre“, schlug die Anwohnerin vor. Sie fordern, dass die Stadt prüft, ob eine andere Fläche geeignet wäre, um die Bedürfnisse von Alt und Jung zu berücksichtigen.
Der Stadtentwicklungsausschuss und Bürgermeister Thomas Witkowski zeigten Verständnis für die Anliegen und wollen die Flächen erneut überprüfen. Gleichzeitig betonte Witkowski: „Ein Spielplatz auf dem Achtermanns Acker ist aus Verwaltungssicht sinnvoll.“ Auch aus Nachhaltigkeitsgründen sei die Verlegung eine gute Idee. Beide Seiten – Familien, die den Spielplatz befürworten, und solche, die ihn ablehnen – hätten sich an ihn gewandt. Eine Lösung für alle Beteiligten müsse gefunden werden, deren genaue Ausgestaltung die Stadt nun prüfen will.