Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erwartet bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag ein Ergebnis von sechs bis acht Prozent. Das kündigte Spitzenkandidatin Sabine Firnhaber bei einer Wahlkampfveranstaltung in Rostock an.
Prognose trotz schwacher Umfragewerte
Die jüngsten Umfragen sahen das BSW im Land meist bei drei bis vier Prozent. Nur das Institut Pollytix ermittelte vor etwa zehn Tagen fünf Prozent. Ob die 2024 gegründete Partei in den Schweriner Landtag einzieht, gilt daher als unsicher.
Firnhaber begründete ihre Prognose im Gespräch mit dpa mit dem Abschneiden bei der Wahl in Sachsen-Anhalt. Dort habe es ebenfalls eine Drei-Prozent-Umfrage kurz vor der Wahl gegeben, das BSW habe aber 5,3 Prozent erreicht. „Ich denke, dass wir wirklich mit einem deutlichen Ergebnis in den Landtag einziehen werden“, sagte die BSW-Politikerin.
Wagenknecht wirbt mit zentralen Themen
Parteigründerin Sahra Wagenknecht sprach bei der Veranstaltung vor mehreren Hundert Menschen erneut über die Kernthemen ihrer Partei. Dazu gehören die Forderung nach billiger Energie aus Russland, die Erhöhung der Renten, die Verbesserung von Gesundheitsleistungen sowie die Einstellung der Hilfen für die Ukraine.
„Natürlich sind diese Wahlen auch eine Möglichkeit, der Regierung in Berlin die Rote Karte zu zeigen und zu verdeutlichen, wir wollen nicht, dass unser Land vor die Wand gefahren wird und wir wollen auch nicht in einen großen Krieg hineingezogen werden“, sagte Wagenknecht.