Die CDU in Mecklenburg-Vorpommern bangt vor der Landtagswahl am 20. September um ihren Verbleib im Landtag. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion, Marc Reinhardt, äußerte gegenüber dem „Tagesspiegel“ seine Sorge: „Die Sorge vor dem Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde ist da.“
Schlechte Umfragewerte und Warnungen
Der frühere Partei- und Fraktionschef Eckhardt Rehberg wird in dem Blatt mit den Worten zitiert: „Es gibt nach den Umfragen die Gefahr, dass die CDU aus dem Landtag Mecklenburg-Vorpommern herausfällt.“ In einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen liegt die CDU demnach bei sieben Prozent. Sollte sie dieses Ergebnis auch bei der Wahl erreichen, wäre es ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl seit Gründung der Bundesrepublik.
Spitzenkandidat spricht von Existenzkampf
CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters sagte gegenüber Welt-TV, die Partei befinde sich durch die zunehmende Zuspitzung des Wahlkampfes und die anhaltende Kritik an der Bundesregierung „in einer ernsten Lage“. Er ergänzte: „Wir führen mittlerweile einen Existenzkampf.“
Kritik an Ministerpräsidentin Schwesig
Rehberg warf Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Wahlkampf Polarisierung vor. Das sei Grund für die bedrohliche Schwäche der CDU. Schwesig mache die AfD stark, wie Umfragen zeigten.
Grünen-Co-Bundeschefin Franziska Brantner kritisierte Schwesig ebenfalls. Der „Augsburger Allgemeinen“ sagte sie: „Ein Wahlsieg von Manuela Schwesig ist wertlos, wenn die Grünen nicht in den Landtag einziehen.“