Ecolea-Umzug in Lankower Kirche verzögert sich bis zum Winter
Ecolea-Umzug verzögert sich bis zum Winter

Die Ecolea-Grundschule in Schwerin wird ihren Standort später als geplant wechseln. Statt nach den Sommerferien soll der Umzug in das ehemalige Erzbischöfliche Amt und die dazugehörige Kirche in Lankow nun erst zum Schulhalbjahreswechsel im Winter erfolgen. Das bestätigte der Geschäftsführende Gesellschafter der Ecolea, Sven Thomas Olsen.

Größerer Sanierungsbedarf als erwartet

Der Sanierungsbedarf gestalte sich größer als ursprünglich angenommen, erklärte Olsen. Zudem warte die Schule noch auf eine Förderzusage vom Land. Der Umzug sei jetzt für den Winter geplant.

Im Januar dieses Jahres hatte das Erzbistum Hamburg die Trennung vom Verwaltungssitz und der bisherigen Kirche St. Martin in der Lankower Straße bekannt gegeben. Kurz darauf bestätigte die Ecolea, dass sie die beiden Gebäude gekauft habe und das Grundstück auf der Basis von Erbbaurecht übernehme. Klassenzimmer und weitere Räume würden im Verwaltungstrakt entstehen, die frühere Kirche werde als Aula und Mensa hergerichtet.

Kosten fast doppelt so hoch

Ursprünglich wollte die Ecolea als Schule in freier Trägerschaft etwa 500.000 Euro in den Umbau der beiden Häuser investieren. Nun werde es wohl die doppelte Summe sein, so Olsen. So müsse zum Beispiel im Verwaltungsgebäude die gesamte Elektroanlage ausgetauscht werden. Auch um einen Fahrstuhl gehe es noch. Vom Land erhoffe sich die Ecolea finanzielle Unterstützung.

Schüler bleiben vorerst in der Ratzeburger Straße

Bis die Arbeiten am neuen Standort abgeschlossen sind, bleiben die Grundschüler der Ecolea in ihrem jetzigen Domizil, einem alten Schulkomplex in der Ratzeburger Straße. „Im Winter werden wir dann voraussichtlich mit rund 70 Kindern umziehen“, kündigte Olsen an.

Von dem Umzug in die Lankower Straße verspricht sich die Ecolea auch Synergieeffekte, denn auf einem anderen Grundstück in der Straße hat bereits die Private Berufsschule der Ecolea ihren Sitz. Darüber hinaus gibt es in Schwerin noch das Ecolea-Gymnasium in der Schelfstraße.

Kirchliche Gebäude wurden 1978 fertiggestellt

Für die Katholische Kirche ging mit der Aufgabe des Standortes in Lankow ein fast 50-jähriger Zeitabschnitt zu Ende. 1978 war das Gebäude für die bischöfliche Verwaltung fertiggestellt und bezogen worden. Der dazugehörige Versammlungsraum wurde zur Kirche St. Martin geweiht. Die Katholiken Mecklenburgs gehörten damals trotz der deutschen Trennung zum Bistum Osnabrück.

In den 1990er-Jahren wurden die Grenzen der Bistümer im Norden Deutschlands mit der Gründung des Erzbistums Hamburg neu geordnet, Mecklenburg dem neuen Bistum zugeschlagen. Die Entscheidung, die Gebäude in der Lankower Straße in Schwerin aufzugeben, stehe im Zusammenhang mit der Vermögens- und Immobilienreform im Erzbistum, hieß es im Januar.