DLRG-Zwischenbilanz: Weniger Badetote in MV im Jahr 2026
Weniger Badetote in MV: DLRG zieht Bilanz

In Mecklenburg-Vorpommern sind in diesem Jahr bis Ende Juli 16 Menschen beim Schwimmen oder Baden gestorben. Das sind zwei weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie aus neuen Zahlen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hervorgeht. 2025 waren es von Januar bis Juli 18 Todesfälle.

Die meisten Todesfälle im Juni und Juli

Besonders viele Menschen starben in den Sommermonaten: Im Juni waren es sechs, im Juli fünf. Die Opfer verteilen sich auf verschiedene Gewässer: Sieben Menschen ertranken im Meer, vier in Flüssen, zwei in Teichen sowie jeweils einer in einem See, Bach und Hafenbecken.

Unter den 16 Todesopfern waren 14 männlich. Die DLRG sieht vor allem bei jungen Männern ein erhöhtes Risiko.

Bundesweite Zahlen und Forderungen

Bundesweit kamen in diesem Jahr bereits 261 Menschen am und im Wasser ums Leben, 15 mehr als in den ersten sieben Monaten des Vorjahres. Der Juni sticht mit 101 Todesfällen besonders hervor – eine Zahl, die zuletzt 2003 erreicht wurde.

Die DLRG-Präsidentin Ute Vogt erklärte: „Infolge von leichtsinnigem Verhalten – oft in Verbindung mit Alkohol und anderen Drogen – kommt es unter Jungen und jungen Männern immer wieder zu Badeunfällen.“ Andere könnten nicht oder kaum schwimmen und begäben sich unnötig in Lebensgefahr.

Sicher schwimmen zu können, sei die beste Vorbeugung. Die DLRG sieht jedoch großen Nachbesserungsbedarf: „Wir gehen davon aus, dass weiterhin die Mehrheit der Kinder die Grundschule verlässt, ohne ein Schwimmabzeichen abgelegt zu haben beziehungsweise das zu können“, so Vogt.