Die Bewerbungsfrist für die ehemalige Kita im Buchholzer Weg in Holthusen ist beendet. Von ursprünglich zwei Angeboten bleibt nur ein Interessent übrig, der sein Angebot aufrechterhält. Die Gemeinde will nach der Sommerpause erste Details zu den Plänen für das historische Gebäude bekannt geben.
Ideenwettbewerb statt Höchstpreis
Die Gemeinde hatte die Immobilie im Frühjahr ausgeschrieben und einen Ideenwettbewerb gestartet. Gesucht wurde kein Höchstbietender, sondern ein tragfähiges Konzept für das rund 3284 Quadratmeter große Grundstück. Im Fokus standen Wohnformen wie Generationenwohnen, barrierefreies Wohnen oder alternative Konzepte. Kreative Ideen waren willkommen, sofern sie städtebaulich und wirtschaftlich überzeugen.
Das Gebäude aus dem Jahr 1870 ist das älteste Bauwerk der Gemeinde und prägt den Ortskern. Ursprünglich als Dorfschule errichtet, diente es später als Kindergarten, zeitweise befanden sich auch drei Wohnungen darin. Obwohl das Haus nicht unter Denkmalschutz steht, soll sein Erscheinungsbild erhalten bleiben. Auch der alte Baumbestand soll in die Planungen einbezogen werden.
Nur ein Angebot bleibt übrig
Wie Bürgermeisterin Marianne Facklam mitteilt, gingen zunächst zwei Angebote ein, am Ende blieb nur ein Interessent übrig. „Wir werden uns nach der Sommerpause damit intensiver beschäftigen und können dann auch nähere Angaben zu dem Projekt und dem Vorhaben des Investors machen“, sagt sie. Details hält die Gemeinde noch zurück, nur so viel: Der Investor plant barrierefreie Wohnungen.
Das Grundstück habe Entwicklungspotenzial, so die Bürgermeisterin. Neben der Sanierung wäre eine ergänzende Bebauung denkbar – „vorausgesetzt, sie fügt sich in ein schlüssiges Gesamtkonzept ein“, betont sie. Wie dieses aussehen könnte, entscheidet sich in den kommenden Wochen.