Mehr Cannabis-Patienten in MV-Kliniken, weniger Delikte
Mehr Cannabis-Patienten in MV-Kliniken

In Mecklenburg-Vorpommern sind im vergangenen Jahr mehr Menschen nach dem Konsum von Cannabis im Krankenhaus behandelt worden als im Jahr zuvor. Nach Angaben der Landesregierung wurden 2024 in den Kliniken in 421 Fällen cannabisbezogene Diagnosen gestellt, 2025 waren es 486. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Thomas de Jesus Fernandes hervor.

Anstieg bei cannabisbedingten Psychosen

Die Zahl der Psychosen infolge von Cannabis-Konsum stieg von 94 auf 133. Am 1. April 2024 war der Genuss von Cannabis bundesweit teilweise legalisiert worden.

Rauschgiftkriminalität deutlich gesunken

Die Rauschgiftkriminalität sank in der Folge deutlich, weil der Besitz mehrerer Gramm Haschisch keine Straftat mehr darstellt. Bereits im Jahr der neuen Rechtslage registrierte die Polizei einen Rückgang der Cannabisdelikte. „Dieser Trend setzte sich im Jahr 2025 fort“, so die Regierung. Die Zahl der Rauschgiftdelikte sank demnach 2025 um fast ein Drittel im Vergleich zu 2024.

Allerdings übersteige die bestehende Nachfrage an Cannabis das Angebot aus legalen Bezugsquellen. „Die bestehenden Schwarzmarktaktivitäten zeigen, dass nach wie vor illegale Beschaffungswege genutzt werden“, hieß es weiter. „Nach derzeitiger Lageeinschätzung ist davon auszugehen, dass der illegale Cannabismarkt immer noch eine bedeutende Rolle im Bereich der Rauschgiftkriminalität spielt, da sich eine nachhaltige Verlagerung der Nachfrage auf legale Bezugsquellen gegenwärtig noch nicht feststellen lässt.“