In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der erlegten Wildschweine im Jagdjahr 2025/2026 deutlich gestiegen. Wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte, wurden insgesamt etwa 81.500 Tiere zur Strecke gebracht – das entspricht einem Anstieg von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Bejagung als Seuchenschutz
Agrarminister Till Backhaus (SPD) betonte, die konsequente Bejagung des Schwarzwildes bleibe ein wichtiger Baustein der Seuchenprävention angesichts der Afrikanischen Schweinepest (ASP). In Mecklenburg-Vorpommern seien bislang keine Hinweise auf einen Ausbruch der Seuche zu erkennen.
„Es ist das Verdienst der Jägerinnen und Jäger, dass wir in Mecklenburg-Vorpommern einen gesunden und artenreichen Wildbestand haben“, sagte Backhaus.
Abschusszahlen bei Reh- und Rotwild
Beim Reh- und Rotwild lagen die Abschusszahlen ebenfalls über dem Vorjahreswert, jedoch teils unter dem langjährigen Durchschnitt. Beim Damwild wurden 10.029 Tiere erlegt, was als stabiler Wert auf niedrigem Niveau bezeichnet wurde.
Viele Füchse und Waschbären geschossen
Deutlich gestiegen sind die Abschusszahlen bei Fuchs, Mink und Marderhund. Mit 22.013 erlegten Tieren wurden so viele Füchse geschossen wie seit zehn Jahren nicht mehr. Auch die Zahl der geschossenen Waschbären ist deutlich gestiegen – im Vergleich zum Jagdjahr 2016/2017 hat sie sich mehr als verdreifacht.