Zwei Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters die Personaldebatte um Bundeskanzler Friedrich Merz kritisiert. „Es kann nicht um die Beliebtheit einzelner Politiker gehen, es geht darum, dass wir die Reform voranbringen“, sagte Peters der Deutschen Presse-Agentur.
Peters fordert Fokus auf Inhalte
„Das ist essenziell für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands, essenziell auch für die Entwicklung von Wohlstand, von Industrie, von Wirtschaft und Arbeitsplätzen“, so der CDU-Politiker. Es komme jetzt auf Inhalte an. „Wir wollen keine Personaldebatten, wir wollen Probleme lösen in Deutschland. Das ist ganz, ganz wichtig und dringend erforderlich“, sagte Peters beim Haustürwahlkampf in Schwerin.
Schwesigs Wahlkampf nützt laut Peters der AfD
Die laut Umfragen sinkenden Stimmungswerte für seine CDU führt Peters auf zwei Faktoren zurück: „Das ist eine Mischung aus dem zugespitzten Wahlkampf, den wir hier erleben, und auf der anderen Seite natürlich auch aufgrund bundespolitischer Unzufriedenheit.“
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig von der SPD warf er vor, die Wahl zu einer Entscheidung zwischen ihr und der AfD zu machen. „Dieser zugespitzte Wahlkampf nützt nach meinem Dafürhalten vor allem der AfD“, sagte Peters. „Das ist hier auch von Frau Schwesig billigend in Kauf genommen worden.“
Peters: Werden besser dastehen als in Umfragen
Über Landespolitik werde nicht mehr gesprochen. „Auch das ist billigend in Kauf genommen worden. Dann würden wir ansonsten über eine verheerende Regierungsbilanz reden. Und das sind die Gründe auch dafür.“
Trotz der laut jüngstem ZDF-„Politbarometer“ nur noch sechs Prozent für seine CDU – das wäre das bundesweit schlechteste CDU-Ergebnis bei einer Landtagswahl – zeigte sich Peters beim Haustürwahlkampf in Schwerin optimistisch: „Ich glaube, wir werden besser dastehen, als die Umfragen es vorhersehen, und deswegen kämpfen wir jetzt auch weiter bis zum Schluss.“