Salz-Workshop in Sülten: Kreativität mit Salz und Farbe
Salz-Workshop in Sülten: Kreativ mit Salz und Farbe

14 Kunstinteressierte im Alter von fünf bis über 60 Jahren haben am vergangenen Samstag beim Workshop „Das Salz der Erde Sülten“ mit der Künstlerin Christine de Boom aus Klein Görnow kreativ mit Salz und Farbe experimentiert. Veranstaltet wurde das Projekt vom Freundeskreis Sülten und gefördert von der Nordkirche MV.

Geschichte und Natur rund um Sülten

Wie bei ihren Workshops üblich, vermittelte Christine de Boom zunächst Wissenswertes zur Geschichte des Ortes. Der Name Sülten leitet sich von den Salzquellen ab, erstmals erwähnt wurde der Ort 1287. Bereits 1222 schenkte Fürst Borwin dem Kloster Tempzin eine Salzpfanne an der Stelle, wo salzhaltiges Grundwasser in einem Quellmoor zutage tritt. Das Quellwasser hatte einen Salzgehalt, der etwa dem der Ostsee in der Wismarbucht entsprach.

Ein etwa zwölf Hektar großes Grünland ist heute ein geschütztes FFH-Gebiet. Die Teilnehmer erfuhren auch von salztoleranten Pflanzen wie dem Echten Löffelkraut, dem Gewöhnlichen Salzschwaden, dem Gemeinen Queller oder dem Strand-Dreizack, die es beim Ausflug in die Salzwiese zu entdecken galt.

Malen mit Salz und Spaziergang in die Salzwiese

Bevor die Gruppe zur Binnensalzwiese aufbrach, bereitete de Boom das Grundwerkzeug vor: Acrylpapier, Wassertöpfchen, Pinsel und Acrylfarben. Jeder sollte sein Papier wässern und mit Farben bemalen, die im Wasser verliefen. Anschließend verteilten die Teilnehmer Badesalz auf dem nassen Papier.

Während die Acrylzeichnungen in der Sonne trockneten und das Salz weiße Flecken hinterließ, machte sich die Gruppe mit Papier und Bleistift auf den Weg in die Salzwiese. Dort skizzierten sie Motive, die sie nach dem Mittagessen auf den Acrylhintergrund auftrugen.

Erstaunliche Ergebnisse und Begeisterung

Die Ergebnisse waren unterschiedlich und einzigartig. Christina Deatcu aus Weitendorf zeigte sich positiv überrascht: „Ich halte mich eigentlich für unkreativ, wollte trotzdem einfach mal mitmachen. Nach der Freihandzeichnung in der Wiese bin ich über mich selbst positiv überrascht.“ Auch Stephanie Kruschinski aus Sternberg empfand den Tag als schöne Überraschung.

Katrin Boenki aus Sülten sagte: „So was habe ich noch nie gemacht. Das Malen mit Salz ist richtig spannend. Und meine Tochter und Enkelin sind ebenso begeistert.“ Insgesamt war das Projekt für alle eine große, neue Erfahrung. Die entstandenen Bilder veranlassten Christine de Boom, über einen weiteren Workshop und eine mögliche Ausstellung nachzudenken. Der Freundeskreis Sülten rundete den Tag mit kulinarischen Genüssen ab.