Am 20. September wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Tausende ehrenamtliche Wahlhelfer sorgen an diesem Tag für einen reibungslosen Ablauf der Wahl. Sie betreuen die Wahllokale, prüfen die Wahlberechtigung, geben Stimmzettel aus und zählen die Stimmen nach Schließung der Wahllokale aus. In einigen Kommunen sind die Teams noch nicht vollständig.
Schwerin sucht noch Wahlhelfer
In der Landeshauptstadt Schwerin werden für die beiden Wahlkreise 8 und 9 insgesamt etwa 800 Wahlhelfer benötigt. Nach Angaben einer Sprecherin der Stadtverwaltung werden derzeit noch rund 50 gesucht. Die Wahlbehörde Schwerin geht jedoch davon aus, dass die Wahlvorstände Anfang September vollständig besetzt sein werden.
Erfrischungsgeld und Aufwandsentschädigungen
In Schwerin erhalten Wahlvorsteher ein sogenanntes Erfrischungsgeld von 45 Euro, alle anderen Funktionen 35 Euro. Wie schon bei der Oberbürgermeisterwahl in diesem Jahr gibt es auch bei der Landtagswahl 55 Wahllokale im Stadtgebiet.
Rostock benötigt insgesamt 1.500 Wahlhelfer. Derzeit werden noch Reservekräfte gesucht, die bis zum Wahltag und am Wahltag selbst flexibel einspringen können, falls gemeldete Helfer etwa aus gesundheitlichen Gründen ausfallen. Die Hansestadt zahlt eine Aufwandsentschädigung, die je nach Funktion zwischen 65 und 100 Euro in Urnenwahllokalen sowie zwischen 45 und 60 Euro in Briefwahllokalen liegt. Für die Teilnahme an einer erforderlichen Präsenzschulung gibt es zusätzlich zehn Euro.
Greifswald und Stralsund melden ausreichend Helfer
In Greifswald haben sich nach Angaben der Stadtverwaltung ausreichend Freiwillige gemeldet. Insgesamt werden 500 ehrenamtliche Wahlhelfer für bis zu 42 allgemeine Wahlbezirke und bis zu 18 Briefwahlbezirke benötigt. Die Universitäts- und Hansestadt zahlt eine Aufwandsentschädigung zwischen 45 und 80 Euro je nach Funktion.
Stralsund meldete Ende Juli bereits Vollzug. Pressesprecher Peter Koslik sagte: „Wir haben aktuell alle erforderlichen Funktionen besetzt. Die Berufungen für die Wahlhelfer wurden versandt.“ Die Anzahl der erforderlichen Wahlhelfer liegt bei 320. Für ihren Einsatz am Wahltag erhalten die Ehrenamtlichen zwischen 40 und 90 Euro. Die Hansestadt hat 31 Urnenwahlbezirke und 12 Briefwahlbezirke.
Wismar und Neubrandenburg fast komplett
Wismar ist fast komplett. Gebraucht werden 296 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer. Vorige Woche fehlten noch etwa 15, wie Pressesprecher Marco Trunk mitteilte. In der Hansestadt gibt es 28 Urnen- und 8 Briefwahllokale. Die Höhe der Aufwandsentschädigungen muss noch in der Bürgerschaft im August geregelt werden. Ein Beschlussvorschlag, der sich an der vergangenen Bundestagswahl 2025 orientiert, sieht je nach Funktion Beträge zwischen 35 und 45 Euro vor.
In Neubrandenburg wurden laut Stadtverwaltung ausreichend Wahlhelfer gefunden. Am 20. September werden in der Vier-Tore-Stadt etwa 450 Ehrenamtler im Dienst sein. Das Erfrischungsgeld wurde zuletzt angehoben: Wahlvorsteher sowie Schriftführer erhalten 120 Euro, ihre Stellvertreter 110 und Beisitzer 100 Euro. Zudem gibt es eine „Erfahrungszulage“ von 20 Euro für wiederholte ehrenamtliche Tätigkeit in einem Wahlvorstand. In Neubrandenburg werden 38 Urnenwahlbezirke und 18 Briefwahlbezirke gebildet.
Grundsätzlich müssen Wahlhelfer bei der betreffenden Wahl wahlberechtigt sein. Es ist zwar ein Ehrenamt, allerdings ist jede Bürgerin und jeder Bürger laut Bundeswahlgesetz zur Annahme verpflichtet. Das Ehrenamt kann nur aus wichtigen Gründen abgelehnt werden. Die Wahlvorstände müssen bereits vor Öffnung der Wahllokale um 8.00 Uhr Vorbereitungen treffen. Bis 18.00 Uhr sind die Wahllokale geöffnet, danach folgt die Auszählung.