Warntag 2026: MV testet Warnsysteme mit 1.700 Sirenen
Warntag 2026: MV testet Warnsysteme mit 1.700 Sirenen

Mecklenburg-Vorpommern nimmt am bundesweiten Warntag teil, der heute stattfindet. Nach Angaben des Innenministeriums verfügt das Land derzeit über rund 1.700 Sirenen. Um 11.00 Uhr wird eine Probewarnung ausgelöst, gegen 11.45 Uhr folgt die Entwarnung.

Was ist der bundesweite Warntag?

Der Warntag ist ein gemeinsamer Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen. Er dient der Erprobung der Warnsysteme und findet in der Regel jährlich am zweiten Donnerstag im September statt. Getestet wird das Zusammenspiel der Warnsysteme in Deutschland – von der zentralen Auslösung bis zur Warnung auf verschiedenen Endgeräten.

Zuständig sind auf Bundesebene das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), in den Ländern die Innenministerien und in den Kommunen die für den Katastrophenschutz zuständigen Behörden. Die Teilnahme ist freiwillig, daher testen nicht alle Kommunen ihre Warnkanäle.

Wie ist das Land vorbereitet?

Innenminister Christian Pegel betont den kontinuierlichen Ausbau der Warninfrastruktur: „Gemeinsam mit dem Bund, den Landkreisen und den kreisfreien Städten arbeiten wir kontinuierlich daran, die Warninfrastruktur weiter auszubauen und die verschiedenen Warnmittel besser miteinander zu verknüpfen.“ Der Warntag biete die Gelegenheit, Warnwege und technische Abläufe unter realistischen Bedingungen zu erproben.

„Die vergangenen Warntage haben gezeigt, dass die Warnmöglichkeiten kontinuierlich erweitert und weiterentwickelt werden. Diesen Weg werden wir konsequent fortsetzen, denn eine leistungsfähige und erprobte Warninfrastruktur ist ein zentraler Bestandteil eines wirksamen Bevölkerungsschutzes“, so Pegel.

Welche Aktionen sind geplant?

In vielen Kommunen sind Aktionen geplant. In Stralsund zeigen die digitalen Anzeigen der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR) eine Probewarnung an. Die Busfahrer werden über die Leitstelle informiert und geben eine Testdurchsage an die Fahrgäste weiter. Im Bereich Alter Markt und Hafeninsel setzt die Stadt eine Drohne mit Lautsprechersystem ein.

In Greifswald lädt die Stadt von 10.00 bis 12.00 Uhr zu einer Informationsveranstaltung in den Bürgerschaftssaal des Rathauses ein.

Wie funktioniert die Warnung?

Ab 11.00 Uhr wird eine Probewarnung an alle am Modularen Warnsystem (Mowas) des Bundes angeschlossenen Warnmultiplikatoren geschickt, etwa an Rundfunksender und App-Server. Diese versenden die Warnung zeitversetzt an Fernseher, Radios und Smartphones. Parallel können Lautsprecherwagen oder Sirenen ausgelöst werden.

Der Warntag dient dazu, Schwachstellen in den Warnabläufen aufzudecken und technische sowie organisatorische Verbesserungen umzusetzen. Gleichzeitig stärkt er das Bewusstsein der Bevölkerung für Warnungen. Zu den genutzten Warnkanälen zählen Radio, Fernsehen, Internetseiten, Social Media, digitale Anzeigetafeln, Smartphone-Apps, Cell Broadcast, Lautsprecherwagen und Sirenen.