Bundesweiter Warntag: MV baut Zahl der Sirenen aus
Warntag: MV baut Zahl der Sirenen aus

Am kommenden Donnerstag, dem 10. September, findet der Bundesweite Warntag statt. In Mecklenburg-Vorpommern werden dann rund 1.700 Sirenen heulen. Das Innenministerium teilt mit, dass die Warninfrastruktur kontinuierlich ausgebaut wird.

Was ist der Bundesweite Warntag?

Der Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen dient der Erprobung der Warnsysteme. Er findet in der Regel jährlich am zweiten Donnerstag im September statt. Getestet wird das Zusammenspiel der Warnsysteme in Deutschland – von der zentralen Auslösung bis zur Warnung auf verschiedenen Endgeräten. Gegen 11 Uhr wird eine Probewarnung verschickt, gegen 11.45 Uhr eine Entwarnung.

Zuständig sind auf Bundesebene das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), in den Ländern die Innenministerien und in den Kommunen die für den Katastrophenschutz zuständigen Behörden. Die Teilnahme ist freiwillig, daher testen nicht alle Kommunen ihre Warnkanäle.

Sirenen in Mecklenburg-Vorpommern

Nach Angaben des Innenministeriums gibt es im Land derzeit rund 1.700 Sirenen. Innenminister Christian Pegel sagt: „Gemeinsam mit dem Bund, den Landkreisen und den kreisfreien Städten arbeiten wir kontinuierlich daran, die Warninfrastruktur weiter auszubauen und die verschiedenen Warnmittel besser miteinander zu verknüpfen.“ Der Warntag sei ein wichtiger Baustein der Vorsorge und biete Behörden und Einsatzkräften die Gelegenheit, Warnwege und technische Abläufe unter realistischen Bedingungen zu erproben. Die vergangenen Warntage hätten gezeigt, dass die Warnmöglichkeiten kontinuierlich erweitert werden. „Diesen Weg werden wir konsequent fortsetzen, denn eine leistungsfähige und erprobte Warninfrastruktur ist ein zentraler Bestandteil eines wirksamen Bevölkerungsschutzes“, so Pegel.

Aktionen in Stralsund und Greifswald

In vielen Kommunen sind Aktionen geplant. In Stralsund zeigen die digitalen Anzeigen der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR) eine Probewarnung. Die Busfahrer werden über die Leitstelle informiert und geben eine Testdurchsage an die Fahrgäste weiter. Im Bereich Alter Markt und Hafeninsel setzt die Stadt eine Drohne mit Lautsprechersystem ein. In Greifswald lädt die Stadt von 10 bis 12 Uhr zu einer Informationsveranstaltung in den Bürgerschaftssaal des Rathauses ein.

Ablauf und Hintergrund

Ab 11 Uhr wird eine Probewarnung an alle am Modularen Warnsystem (Mowas) angeschlossenen Warnmultiplikatoren geschickt, etwa an Rundfunksender und App-Server. Diese versenden die Warnung zeitversetzt an Fernseher, Radios und Smartphones. Parallel können Lautsprecherwagen oder Sirenen ausgelöst werden.

Der Warntag prüft die technischen Warnsysteme auf Belastbarkeit und deckt mögliche Schwachstellen auf. So sollen Warnungen im Ernstfall schnell, zuverlässig und flächendeckend die Bevölkerung erreichen. Gleichzeitig stärkt der Warntag das Bewusstsein für Warnungen. Zu den genutzten Warnkanälen zählen Radio, Fernsehen, Internetseiten, Social Media, digitale Anzeigetafeln, Smartphone-Apps, Cell Broadcast, Lautsprecherwagen und Sirenen.