Lidl errichtet an der Crivitzer Chaussee in Schwerin einen neuen Markt. Der Discounter plant den Neubau auf dem Nachbargrundstück seiner bestehenden Filiale. Die Erdarbeiten haben bereits begonnen. Die neue Filiale soll im Frühjahr 2027 eröffnen.
Pläne für den Neubau
Lidl teilte mit, dass das Unternehmen sein Filialportfolio kontinuierlich weiterentwickle. Der Discounter plane einen „zukunftsfähigen Neubau“ auf dem Nachbargrundstück, da das Bestandsgrundstück nicht ausreichend Platz biete. Die Verkaufsfläche des neuen Marktes von rund 1500 Quadratmetern schaffe Platz für breitere Gänge und eine optimale Warenpräsentation. Besonders das Frischesortiment erhält viel Fläche. Kunden profitieren von einem größeren Parkplatz mit 170 Stellplätzen und einer verbesserten Zufahrt von der Bernhard-Schwentner-Straße. Der Neubau kommt ohne fossile Brennstoffe aus.
Eine Sprecherin des Discounters erklärte: „Auch an der Crivitzer Chaussee in Schwerin möchten wir den Kunden eine neue und moderne Filiale mit attraktiven Einkaufsbedingungen bieten.“ Mit der Eröffnung werde das bestehende Team weiter verstärkt. Die Stadt bestätigte, dass Lidl eine Baugenehmigung besitzt und den Baubeginn offiziell angezeigt hat.
Geschichte des Grundstücks
1981 eröffnete an der damaligen Straße der DSF (heute Bernhard-Schwentner-Straße) das HO-Einrichtungshaus „Moderne Wohnkultur“ – die größte Verkaufsstätte ihrer Art im damaligen Bezirk Schwerin. Nach der Wende wurde es als „Norddeutsche Wohnwelt“ privatisiert, 2001 geschlossen und 2010 abgerissen. Die Stadt suchte lange nach einer Lösung für die Brachfläche. Baudezernent Bernd Nottebaum (CDU) berichtete, dass eine Fast-Food-Kette Interesse zeigte, jedoch eine Linksabbieger-Spur vom Zoo forderte, was für die Stadt nicht akzeptabel war. Auch Pläne für einen Vollsortimenter scheiterten am städtischen Einzelhandelskonzept, das die bestehenden Standorte am Köpmarkt und Dreescher Markt schützen soll.
Zukunft des Altbestands
Was mit dem bisherigen Lidl-Gebäude geschieht, ist noch unklar. Nottebaum sagte, innenstadtrelevanter Einzelhandel komme aufgrund des Konzepts nicht in Betracht. Die Lidl-Sprecherin erklärte: „Für die künftige Nutzung des Bestandsgebäudes befinden wir uns aktuell in Gesprächen mit Interessenten, um eine attraktive Gesamtkonstellation vor Ort zu schaffen. Unser Ziel ist ein möglichst nahtloser Übergang, um einen Leerstand an einer wichtigen Verkehrsader zu vermeiden.“