Ab Ende August müssen sich Bahnfahrer auf erhebliche Einschränkungen zwischen Neubrandenburg und Stavenhagen einstellen. Wie die DB Regio Nordost mitteilt, fallen vom 31. August, 0 Uhr, bis zum 16. Oktober, 23:59 Uhr, alle Züge der Linie RE4 zwischen den beiden Städten aus. Die Strecke wird wegen umfangreicher Gleisarbeiten voll gesperrt.
Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet
In den knapp sieben Wochen werden die Züge durch Busse ersetzt. Der Schienenersatzverkehr ist bereits im DB-Navigator und in der Reiseauskunft unter bahn.de eingetragen. Fahrgäste sollen die vom Zugverkehr abweichenden Fahrzeiten beachten. „Bitte beachten Sie außerdem, dass die Haltestellen des Ersatzverkehrs nicht immer direkt an den jeweiligen Bahnhöfen liegen“, heißt es aus dem Verkehrsunternehmen.
Gleiserneuerung auf neun Kilometern
Anlass der Zugausfälle sind Bauarbeiten zwischen Neubrandenburg und Blankenhof. Auf rund neun Kilometern werden Gleise und Anlagen „umfassend erneuert“, so die Pressestelle der Bahn. Geplant sind unter anderem die Reinigung des Schotters, die Erneuerung und Anpassung von Gleisbauteilen, das Ausrichten und Stabilisieren der Gleise sowie die „Verschweißung der Schienen zu durchgehenden Schienensträngen“. Für die Arbeiten muss die Strecke voll gesperrt werden.
Mehrere Bahnübergänge zeitweise dicht
Auch Bahnübergänge entlang der Strecke sind betroffen. Zwischen Chemnitz und Wulkenzin wird der Übergang „An der Bahn“ vom 7. Oktober, 7 Uhr, bis zum 12. Oktober, 19 Uhr, gesperrt. Der Bahnübergang an der Woggersiner Straße zwischen Weitin und Woggersin ist vom 2. September, 7 Uhr, bis zum 11. Oktober, 19 Uhr, dicht.
In Neubrandenburg wird der Bahnübergang Jahnstraße/Bruderbruch vom 1. September, 10 Uhr, bis zum 2. September, 15 Uhr, gesperrt. Weitere Sperrungen sind vom 13. September, 22 Uhr, bis zum 14. September, 14 Uhr, sowie zwischen dem 3. und 7. Oktober geplant – jeweils für mehrere Stunden. Gleiches gilt für den Bahnübergang in der Morgenlandstraße, der an denselben Tagen gesperrt wird.
Lärm und Umleitungen
„Trotz des Einsatzes moderner Bauverfahren lassen sich Lärm- und Erschütterungsbelastungen während der Bauarbeiten leider nicht vollständig vermeiden“, kündigt die Bahn an. Lärmintensive Arbeiten sollen möglichst in die Tagesstunden verlegt werden. Dennoch kann es zeitweise zu erhöhten Geräuschen durch Baumaschinen und Baufahrzeuge kommen. Das Projektteam will Betroffene über „zeitweise lärmintensive Nachtarbeiten“ direkt informieren.
Während der Vollsperrungen sind die Querungen nicht nutzbar, Umleitungen werden ausgeschildert, wie es aus dem Neubrandenburger Rathaus heißt. Zwischen den Sperrungen bleiben die Bahnübergänge passierbar, allerdings gelten wegen der Bauarbeiten Geschwindigkeitsreduzierungen.