Seit dieser Woche wird auf der Strecke des Regionalexpress RE4 zwischen Pasewalk und Stettin gebaut. Die Züge verkehren nicht, die Deutsche Bahn hat einen Schienenersatzverkehr eingerichtet. Bis zum 21. August, 22 Uhr, dauern die Arbeiten an.
Reisende brauchen Geduld
„Es ist Ferien- und Urlaubssaison. Wir haben also Hauptreisezeit. Insbesondere die älteren Leute wissen nicht, was los ist“, moniert der Löcknitzer Uwe Schröder. In seinem Dorf habe er schon des Öfteren beobachtet, dass die Leute sich wundern und fragen, warum schon wieder keine Züge fahren. Größtenteils ließen die Informationen der Bahn zu wünschen übrig.
„Mir geht es hauptsächlich um die älteren Leute und die Radtouristen. Denn die Busse nehmen nicht viele Reisende mit Fahrrädern mit. Das ist das Problem“, betont der Löcknitzer, der informiert werden möchte.
Bahn erneuert Weichen
Auf Nachfrage bestätigt ein Sprecher der Deutschen Bahn, dass auf der Strecke zwischen Pasewalk und Löcknitz noch bis zum 21. August, 22 Uhr, Bauarbeiten durchgeführt werden. „Auf der genannten Strecke erneuern wir die Weichen“, teilt der Bahnsprecher mit. Genauere Informationen könne er nicht liefern, da auch bei der Deutschen Bahn viele Kollegen im Urlaub seien.
Die geänderten Fahrpläne seien in der Reiseauskunft online unter bahn.de oder im DB-Navigator üblicherweise abrufbar. Dies sei bei Bahnfahrern bekannt.
Ersatzbusse im Zweistundentakt
Der Schienenersatzverkehr mit Bussen fahre täglich zwischen 6.17 Uhr und 20.17 Uhr alle zwei Stunden vom Vorplatz des Bahnhofs Pasewalk in Richtung Stettin. Haltestellen gibt es auf deutscher Seite in Pasewalk Ost (Lindenstraße), in Zerrenthin, Löcknitz und Grambow jeweils auf dem Bahnhofsvorplatz.
Von Stettin verkehrt der Schienenersatzverkehr mit Bussen montags bis freitags ab 4.10 Uhr und ab 6.10 Uhr täglich alle zwei Stunden Richtung Pasewalk. Der letzte Bus nach Pasewalk fährt um 21.55 Uhr auf dem Vorplatz von Szczecin Główny ab und ist laut Plan um 23.21 Uhr in Pasewalk.
Fahrräder nur eingeschränkt möglich
Der Bahnsprecher weist darauf hin, dass in den Bussen des Ersatzverkehrs die Beförderung von Fahrrädern, Rollstühlen und Kinderwagen nur eingeschränkt möglich sei. „Wobei Fahrräder nachrangig behandelt werden. Das Buspersonal entscheidet im Einzelfall über die Fahrradmitnahme“, informierte der Bahnsprecher. Größere Gruppen werden gebeten, sich rechtzeitig über den Kundendialog anzumelden.