In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist die ehemalige Mehrzweckhalle im Neubrandenburger Osten erneut Ziel von Brandstiftern geworden. Wie die Polizei mitteilte, brach das Feuer am frühen Morgen gegen 5.10 Uhr aus. Bislang unbekannte Täter hatten Dachpappe in unmittelbarer Nähe zur Fassade entzündet.
Anwohner alarmierten die Einsatzkräfte
Aufmerksame Anwohner bemerkten den Brand rechtzeitig und alarmierten die Einsatzkräfte. Nach Angaben der Feuerwehr drohten die Flammen bereits, auf das Gebäude überzugreifen. Dies konnte durch das schnelle Eingreifen jedoch verhindert werden, sodass glücklicherweise kein größerer Sachschaden entstand. Die Ermittlungen zu den Tätern dauern an.
Bekannter Brennpunkt in der Stadt
Obwohl es um die alte BAZ-Halle zuletzt ruhiger geworden war, rückt das marode und einsturzgefährdete Gebäude mit diesem Vorfall erneut in den Fokus. Die Halle gilt in der Stadt als Brennpunkt und fiel in der Vergangenheit bereits mehrfach Vandalismus und Brandstiftungen zum Opfer, die Feuerwehr ist häufig mehrere Stunden im Einsatz.
Seitdem die Halle vor über zehn Jahren aufgrund des baulichen Zustandes geschlossen wurde, kam es immer wieder zu Einsätzen von Feuerwehr und Polizei – insbesondere in den vergangenen Monaten. Allein in den vergangenen zwölf Monaten brannte es rund zehn Mal.
Gefahr für die Helfer
Das Ganze ist für die Einsatzkräfte häufig auch mit einem großen Aufwand verbunden. So mussten die Feuerwehrleute Ende Mai etwa das Innere der Halle unter erheblichem Aufwand akribisch durchsuchen, da nicht klar war, ob sich noch Personen in den Räumlichkeiten befanden – dem war glücklicherweise nicht der Fall. In dem einsturzgefährdeten Gebäude sind die Einsatzkräfte jedoch stets der Gefahr herabfallender Trümmer oder einstürzender Decken ausgesetzt, kritisierte ein Sprecher der Feuerwehr schon im vergangenen Herbst.