Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riems haben bei erkrankten Rindern in Süddeutschland ein neues Virus nachgewiesen. Die Fälle stammen aus vier Haltungen, unter anderem in Baden-Württemberg. In Mecklenburg-Vorpommern wurden bislang keine Fälle bekannt.
Spezielle Virusvariante identifiziert
Die Laborergebnisse zeigen, dass es sich um eine spezielle Variante des Orthobunyavirus handelt. Dieses Virus kommt bisher vor allem in Afrika, Asien und Australien vor. Übertragen wird es durch blutsaugende Gnitzen, die auch Bartmücken genannt werden.
Symptome und Folgen für Tiere
Betroffen sind vor allem Rinder, Schafe und Ziegen. Die erkrankten Rinder zeigten Fieber, Durchfall und eine deutlich reduzierte Milchleistung. Bei trächtigen Kühen sind Totgeburten und Fehlbildungen der Kälber möglich.
Befürchtung einer schnellen Ausbreitung
Da die Gnitzensaison bis Ende November dauert, befürchtet das Friedrich-Loeffler-Institut, dass sich das Virus schnell ausbreiten könnte.