Am Mittwoch, dem 5. August, bietet das Stasi-Unterlagen-Archiv Neubrandenburg zusammen mit dem Verein „Gedenkort Lindenberg“ wieder eine Führung durch die ehemalige Stasi-Untersuchungshaftanstalt auf dem Lindenberg an. Die Führung beginnt um 16.45 Uhr und ist kostenfrei.
Ehemaliger Häftling führt über das Gelände
Thoralf Maaß, der Ende der 1980er-Jahre selbst von der DDR-Geheimpolizei in dieser Einrichtung gefangen gehalten wurde, führt die Besucher über das Gelände. Treffpunkt ist vor dem Gebäude der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt.
Schon ab 16 Uhr und auch nach der Führung bietet das Stasi-Unterlagen-Archiv die Möglichkeit zur Antragsstellung oder Bürgerberatung an. Interessierte sollten dafür ein gültiges Ausweisdokument mitbringen.
Wichtige Hinweise für Besucher
Für die Führung sind etwa 80 Minuten eingeplant. Nach 17 Uhr ist kein Einlass mehr möglich. Das Gelände ist nicht barrierefrei.
Die Stasi-Haftanstalt „steht auf dem ehemaligen Stasigelände in seiner ursprünglichen Größe und ist damit ein sichtbares Zeugnis der Unterdrückungspraxis des SED-Staates“, heißt es in der Ankündigung. In der DDR habe es insgesamt 17 solcher Stasi-Hafteinrichtungen gegeben, die „existierten parallel zu den offiziellen Gefängnissen der DDR“. Vom Regime sei ihre Existenz jedoch verleugnet worden, die Gebäude hätten „keine gesetzliche Grundlage“ gehabt.
Der Verein und das Stasi-Archiv „ermöglichen mit dem neuen Format die Aufklärung zum SED-Unrecht in Neubrandenburg, für die auch das Gebäude Anlass bietet“, so die Ankündigung. Nach der Führung am 5. August ist die nächste Führung für den 2. September geplant.