Mit drei Siegen und drei Niederlagen erreichten die Kreisoberliga-Fußballer aus dem Uecker-Randow-Raum am 1. Spieltag eine ausgeglichene Bilanz. Aufhorchen lässt vor allem der 5:1-Sieg von Motor Eggesin über den aktuellen Kreispokalsieger VSV Lassan. Aber auch der 3:0-Erfolg vom stark verjüngten SV Rollwitz über den Aufsteiger SV Blankensee 49 kann sich sehen lassen.
Motor Eggesin dominiert gegen den VSV Lassan
Die Hausherren stellten schon in der ersten Halbzeit die Weichen auf Heimsieg. Ehe sich der Neuling versah, lag er durch die Treffer von Zoul Kameri Amadou (15. Minute), Wojciech Horba (16.) und Niclas Schultz (41.) bereits mit 0:3 im Hintertreffen. Während sich die Eggesiner sehr effektiv in der Chancenverwertung zeigten, scheiterten die offensiv starken Gäste gleich mehrmals an Motor-Schlussmann Artur Dabrowski.
„Er hatte einen Sahnetag erwischt“, sagte Eggesin-Coach Dieter Kehl. Nach dem Seitentausch baute der Landesklasse-Absteiger durch Amadou (53.) und Patryk Zebrowski (80.) den Vorsprung gar auf 5:0 aus. Erst dann glückte dem tapfer kämpfenden VSV-Team das Ehrentor (88.). „Ein tolles Spiel, guter Gegner, aber auch ein verdienter Sieg“, resümierte Kehl.
Sturmvogel Lubmin besiegt VfB Pommern Löcknitz
Pommern-Trainer Falko Döbler hatte seine Mannen in der Pause zur Brust genommen. Der Grund: Seine Schützlinge brachten in den ersten 45 Minuten nicht viel auf die Reihe. Folglich lag der VfB zur Halbzeit mit 0:1 zurück. Nach dem Wechsel drückten die Gäste dann endlich auf die Tube und wollten dem Spiel noch eine Wende geben. Und die Aufholjagd war zunächst auch von Erfolg gekrönt, als Fynn Anton Ruff die Kugel ins Lubminer Tor zum 1:1 (50.) beförderte.
Doch der Jubel über den Ausgleich war kaum verebbt, da hatte die Heimelf trotz Unterzahl erneut getroffen – 2:1 für Lubmin (55.). Zwar setzte der Uecker-Randow-Vertreter bis zum Abpfiff alles auf eine Karte, konnte aber trotz großen Einsatzwillen Lubmins Abwehrbollwerk nicht mehr überlisten. „Schade, ein Punkt wäre verdient gewesen“, so Döbler.
Einheit Strasburg und SV Rollwitz siegen
Nach einer klaren Halbzeitführung wurde es nach Wiederanpfiff noch eng für die Gastgeber. Einheit-Trainer Tom Wasserstrahl sprach von einem dreckigen Sieg, „weil wir die Fehler des Neulings bestraften und die ihre vielen Chancen nicht nutzten“. Unterdessen bemängelte RW-Coach Norman Schwind den Auftritt seiner Schützlinge vor der Pause. „Wir verweigerten die Zweikämpfe, kamen nicht ins Spiel.“ Paul Gurni, Piotr Kornak, Hannes Dau und ein RW-Eigentor, sowie Julian Ladwigs 1:2 für Rot-Weiß, sorgten quasi für die Vorentscheidung.
Doch Paul Lieck verkürzte und danach dominierten die Gäste klar. „Leider kam das 3:4 durch Kacper Flasza zu spät. Unser Kampfgeist wurde leider nicht belohnt“, sagte Schwind. Erst nach der torlosen ersten Halbzeit nahm das Spiel vor allem durch die Rollwitzer nach dem Wechsel Fahrt auf. Ein Doppelpack von Tom Hentschel (57.) und Luca Lau (60.) brachte den Gastgeber schnell auf die Siegerstraße. „Wie die Jungs gespielt und gekämpft haben, war ganz stark. Unser Sieg ist verdient“, sagte SVR-Coach Rene Thom.
Daniel Freuer machte den Rollwitzer Sieg mit dem 3:0 (90.+2) endgültig klar. „Wir brachten nach der Pause fast nichts mehr zustande, Rollwitz beherrschte unsere Angreifer und konterte uns, nachdem wir aufmachen mussten, mit seinen schnellen Stürmern aus“, erklärte Blankensees-Übungsleiter Tino Ringeltaube.
21 Tore in der Kreisliga Staffel II
Mit saftigen Ergebnissen machten am 1. Spieltag die Kreisliga-Teams aus der Staffel II auf sich aufmerksam. Gleich 21 Buden wurden in den vier ausgetragenen Begegnungen gezählt (Durchschnitt 5,2 Treffer pro Partie). Den höchsten Sieg feierte die SG BW Leopoldshagen/Einheit Ueckermünde mit dem 6:0-Erfolg über die SG Jatznick/Ferdinandshof. Aber auch der BSV Forst Torgelow wird das Wochenende nach dem 5:1-Erfolg über den Pelsiner SV in guter Erinnerung behalten. „Ein Sieg der Moral. Damit war im Vorfeld eigentlich nicht zu rechnen“, meinte Forst-Vorstandsmitglied Rene Budde. Jules Budde (2 Tore), Danny Wenzel, Thomas Sonntag und Philipp Thiele zeichneten sich bei den „Förstern“ als Torschützen aus.
Nicht von schlechten Eltern war auch der 6:1-Sieg vom Pasewalker FV II im Stadtderby gegen den SV Pommern. PFV-II-Trainer Mike Redepenning war hoch zufrieden mit seiner Mannschaft: „Die Einstellung der Jungs war heute sicher entscheidend. Wir wollten das Derby unbedingt gewinnen. Und die Vorgaben wurden dann auch umgesetzt, sodass wir verdient als Sieger vom Platz gehen konnten.“ Die Tore für den PFV II erzielten David Breitsprecher (2), Antonio Taleb und Andre Dinse, Leon Hanf und Sandro Zimmermann. Den Ehrentreffer der Pommern ging auf das Konto von Michel Albrecht.
Krackow an der Tabellenspitze
Erfreulich für die SG Eintracht Krackow: Nach dem 4:1-Erfolg über Fortuna Zerrenthin können die Schützlinge von Trainer Tobias Herzfeld zumindest für eine Woche erst einmal Höhenluft genießen. Ins Ziel trafen beim Sieger Krystan Chrzczon (2 Tore), Andreas Flügel und Dominik Kusmerczyk. Unterdessen war Tobias Kaiser für die Gäste erfolgreich.
Einen Sieg hatte sich auch der SV Grün-Weiß Nadrensee bei der SG Preussen erhofft, doch stattdessen musste sich der Favorit mit einem 3:3-Unentschieden begnügen. „Das Remis ist nicht unverdient. Unsere Jungs haben sich tapfer gewehrt. Eine großartige Steigerung im Gegensatz zur Vorsaison“, freute sich Preussen-Chef Erwin Werth. Für die Heimmannschaft trafen Justin Geik, Lukas Winkler und Maik Panzenhagen, während Marcin Dzusc, Kamil Rybicki und Daniel Welcz für „Grün-Weiß“ einnetzten.