Eine seit Jahren vermisste Frau aus Unterhaching bei München könnte sich im Bereich Rostock-Warnemünde aufhalten. Zeugen hatten die Frau vermeintlich erkannt und sich an die örtliche Polizei gewandt, wie diese mitteilte.
Video gesichert
Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I bestätigte zudem, dass ein Video gesichert worden sei. Auf dem sei eine Person zu sehen, bei der es sich möglicherweise um die Vermisste handele. „Diesen Hinweisen wird derzeit mit Hochdruck nachgegangen“, schilderte die Sprecherin. Über die Video-Aufnahme hatte zuerst die „Bild“-Zeitung berichtet.
Zeugen in Mecklenburg-Vorpommern
Die damals 39-jährige Frau wird seit November 2022 vermisst. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rostock wurde sie Anfang der Woche von mehreren Zeugen in Mecklenburg-Vorpommern im Bereich Stoltera/Diedrichshagen an der Ostseeküste gesehen.
Fall in „Aktenzeichen XY... ungelöst“
Die Polizei hat bereits unter anderem mit einem Aufruf in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ versucht, ihr mysteriöses Verschwinden aufzuklären. Die Frau hatte sich Ende Oktober 2022 heftig mit ihrem Ehemann gestritten und dann wieder versöhnt. Am 7. November meldete der Mann die Frau als vermisst.
In der Wohnung des Paares fand die Polizei Bank- und Kreditkarten, Brille, Geldbörse, Handys, Verlobungs- und Ehering sowie den Ausweis der Verschwundenen. Der Ehemann geriet unter Tatverdacht, allerdings gab es keine konkreten Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Nach seinem Tod 2024 wurden die Ermittlungen eingestellt. Als die Beamten den Fall wenige Monate später im Fernsehen vorstellten, hielten sie ein Gewaltdelikt ebenso für möglich wie einen Suizid oder ein Untertauchen.