Katzen fallen immer auf die Pfoten – außer vom Kratzbaum
Katzen fallen immer auf die Pfoten – außer vom Kratzbaum

Ein Freund besitzt einen Kater, der in der Theorie ein Musterbeispiel an Grazie und Eleganz ist. In der Praxis jedoch stieg er kürzlich von seinem 1,20 Meter hohen Kratzbaum – wie schon tausendmal zuvor – und brach sich ein Bein. Wochenlang humpelte er durch die Wohnung und ließ sich den Napf hinterhertragen.

Nach dem Bruch der nächste Sturz

Kaum war der Bruch verheilt, eroberte er das Fensterbrett zurück. Im sechsten Stock eines Plattenbaus verlor er das Gleichgewicht und fiel. Entgegen aller Befürchtungen stand der Kater auf, schüttelte sich und war lediglich beleidigt. Tierärzte sprechen vom Hochhaus-Syndrom: Aus großer Höhe überstehen Katzen den Sturz oft besser als aus mittlerer, da sie unterwegs Zeit haben, sich auszurichten.

Der Wachhund der Nachbarn macht es nicht anders. Angeschafft zum Bewachen, verschlief er den Einbruch tief in seinem Korb. Verlässlich schlägt er nur an, wenn im Fernsehen eine Werbeklingel schellt. Steht ein echter Gast vor der Tür, wedelt er freundlich und führt ihn bis zur Kaffeemaschine.

Der ängstliche Jäger und die Pfützen

Ein teurer Jagdhund mit Stammbaum bis ins dritte Glied soll das Apportieren im Blut haben, wie der Züchter verspricht. Doch der Hund hält sein Blut lieber trocken und macht einen Bogen um jede Pfütze. Den Stock aus dem Teich holt stattdessen der Mischling vom Hof, der umsonst war und nie eine Urkunde gesehen hat.

Der Goldhamster gilt als pflegeleichtes Anfängertier, so die Werbung des Zoohandels. In Wahrheit entpuppt er sich als bissiger Nachtarbeiter mit Hang zum Ausbruch. Und der Papagei, der sprechen lernen sollte, kann nach zwei Jahren nur ein einziges Wort – und das sagt man besser nicht vor Gästen. Das Klischee stimmt eben nur, bis man sich darauf verlässt.