Loitzer Badeanstalt: Sanierung stockt, Pensin profitiert
Loitzer Badeanstalt: Sanierung stockt, Pensin profitiert

Die Sanierung der Loitzer Badeanstalt kommt nur schleppend voran. Während auf dem Gelände kaum Bewegung zu sehen ist, erfreut sich der Wasserwander-Rastplatz in Pensin wachsender Beliebtheit.

Schon vor Beginn der Sommerferien stand fest: Die Badesaison 2026 fällt an der Loitzer Badeanstalt aus. Die Anlage wird umfassend saniert. Am Ende der Maßnahme soll das Tor wieder für Besucher geöffnet sein – auf einer naturnahen Anlage. Doch die Bauarbeiten sind ins Stocken geraten, wie ein Ortstermin im Juli zeigte.

Verzug bei der Baustelle

Sebastian Raus, Geschäftsführer der Loitzer Stadtwerke, bestätigte auf Nachfrage: „Es stimmt, dass wir zeitlich mit dieser Baustelle in Verzug geraten sind.“ Die Stadtwerke sind als Tochtergesellschaft der Stadt Loitz für den Betrieb und die Sanierung des Geländes am Peenekanal verantwortlich.

„Zwar tut sich gerade auf dem Gelände nichts, oder sagen wir mal nicht viel, was aber nicht bedeutet, dass die Firma nicht aktiv ist. Wichtige Schweißarbeiten sind in den zurückliegenden Wochen auf dem Gelände der Firma erfolgt“, ergänzte Raus. Krankheitsbedingte Ausfälle von Fachkräften hätten zu angepassten Arbeitsabläufen geführt.

In den nächsten Wochen soll es vor Ort wieder aktiver weitergehen. „Wir sind natürlich im Gespräch mit der Firma, wir kümmern uns, davon kann ausgegangen werden“, betonte er.

Pensin als Alternative

Familien aus Loitz und der Umgebung suchen derweil nach Alternativen. „Bei uns ist mehr los, seitdem an der Loitzer Badeanstalt gebaut wird. Obwohl wir keine öffentliche Badestelle vorhalten. Es handelt sich in Pensin um die Anlage des Wasserwander-Rastplatzes, einen Anlieger für Bootsfahrer, auch Zelten ist möglich“, sagte Detlef Klietz, Bürgermeister der Gemeinde Kletzin.

Das Kleinod präsentiert sich auch in diesem Jahr gepflegt und einladend. „Das ist der Verdienst unseres sehr aktiven Dorfclubs ‚Bi de Fähr‘ und der Gemeindearbeiter“, lobte Klietz.

Doch nicht alle Gäste zeigen Respekt: „Die Preise für die Toilettennutzung, die ständig gereinigt werden, sind gering. Aber selbst diesen sehr kleinen Obolus zahlen nicht alle, die die Toiletten benutzen“, sagte der Bürgermeister.

Begeisterter Gast aus Dortmund

Der Camper Hajo Schleicher aus Hagen bei Dortmund genießt den Sommer in Mecklenburg-Vorpommern. Bei seinem Zwischenstopp in Pensin schwärmte er: „Es ist sehr schön hier, so sauber und gepflegt, dass man sich ganz schnell wohlfühlt. Die Natur hier ist einzigartig.“ Er war nicht zum ersten Mal auf Peenetour – ein Fakt, der für sich spricht.