Osman Seker hat in Bützow seinen zweiten OS-27-Standort eröffnet. Seit dem 1. August bietet er in der Karl-Marx-Straße Kaffee, Kugeleis, Snacks und Waren für den täglichen Bedarf an. Der Unternehmer beschäftigt inzwischen fünf Mitarbeiter und plant bereits weitere Expansion.
Neuer Standort mit Potenzial
Bewusst hat sich Seker für die Karl-Marx-Straße entschieden. „Hier in dieser Ecke gibt es eigentlich nichts weiter“, sagt er. Die Nähe zur Schule sieht er als Chance: Nach den Ferien sollen Schüler vor und nach dem Unterricht oder in Freistunden zu seinen Kunden gehören.
Unter der Woche öffnet der Kaffeekiosk bereits um 7 Uhr. Zum Angebot gehören Kaffee, Brötchen, Brezeln, Käsebrötchen, Bockwurst und Knacker. Besonders gefragt ist derzeit das Kugeleis: „Das läuft wie verrückt“, so Seker. Auch Eiskaffee zum Mitnehmen hat er neu ins Sortiment aufgenommen.
140 Quadratmeter mit besonderer Vergangenheit
Der neue Standort unterscheidet sich deutlich vom ersten Geschäft in der Langestraße 30. Rund 140 Quadratmeter stehen zur Verfügung, dazu Lagerflächen, zwei Kundentoiletten, Sitzmöglichkeiten drinnen und draußen sowie eigene Parkplätze direkt vor dem Geschäft.
Früher befand sich hier ein Klassenraum. Das bietet Möglichkeiten, die am ersten Standort fehlen. Ältere Menschen sollen sich hinsetzen, Kaffee trinken und Kuchen essen können. „Die Leute können sich hier auch einfach mal ausruhen“, sagt Seker.
Mehr als ein klassischer Kiosk
OS 27 versteht Seker nicht mehr als klassischen Kiosk. Neben Süßigkeiten und Getränken gibt es Milch, Eier, Speiseöl, Toilettenpapier oder Seife. Das Sortiment will er immer wieder anpassen – entscheidend seien die Wünsche der Kunden.
Internationale Produkte gehören ebenfalls dazu: Türkische Süßigkeiten stehen neben arabischen oder bulgarischen Produkten und klassischen deutschen Waren. Seker, der selbst aus der Türkei stammt und kurdische Wurzeln hat, beschreibt sein Geschäft augenzwinkernd als „Multikulti-Laden“.
Wiedererkennungswert und Zukunftspläne
Wer den ersten OS 27 in der Langen Straße kennt, soll sich auch am neuen Standort zurechtfinden. Seker setzt auf eine ähnliche Gestaltung bei Tresen und Einrichtung. „Dann fühlt sich der Kunde nicht so fremd“, erklärt er. Auch mögliche weitere Geschäfte sollen diesen Wiedererkennungswert bekommen.
Der erste Standort in der Langestraße bleibt bestehen. Dort ist OS 27 inzwischen als Lebensmittel- und Kioskgeschäft etabliert. Die Arbeit fordert ihren Tribut: „Ich arbeite sieben Tage die Woche“, erzählt Seker. Eine wichtige Unterstützung sei seine Freundin Stefanie Meiners, mit der er viele Ideen entwickelt.
Ein weiteres Standbein ist der Hermes-Paketservice am neuen Standort. Die Parkmöglichkeiten sieht Seker als Vorteil: Kunden können direkt vorfahren und Pakete abgeben. Das könnte auch für Menschen aus umliegenden Dörfern interessant sein.
Bereits angeschaut hat sich Seker einen ehemaligen Dorfladen in Warnow. Ende August soll dort nach seinen Angaben eine Entscheidung der Gemeinde fallen. Bei grünem Licht könnte im Oktober ein weiterer OS-27-Standort folgen. Zunächst richtet sich der Blick aber auf die Karl-Marx-Straße und die Entwicklung nach Schulbeginn. Für den Winter plant er Glühwein und etwas zu essen im Außenbereich.
Geöffnet ist der neue OS 27 montags bis freitags von 7 bis 21 Uhr, sonnabends von 10 bis 21 Uhr und sonntags von 10 bis 17 Uhr.