Die Crew der Pommernkogge Ucra hat die Rückfahrt von der Hanse Sail in Rostock angetreten. Das Torgelower Traditionsschiff lag während der Veranstaltung am Liegeplatz 92 im Stadthafen neben der Kieler Kogge und der Lisa von Lübeck, wie Jürgen Appelhagen, Pressesprecher des Traditionsschiffvereins, mitteilte.
Problemlose Überfahrt und volles Programm
„Die Überfahrt nach Rostock ist ohne Komplikationen abgelaufen, weil auch das Wetter gepasst hat“, blickte der Sprecher zurück. Dabei sei vorwiegend mit dem Motor gefahren worden, weil die Kogge als Rahsegler achterlichen Wind benötigt. So wurde auch der Zeitplan eingehalten. „Das ist wichtig, weil wir ja am Donnerstag mit den bereits gebuchten Ausfahrten beginnen wollten“, betonte Appelhagen.
Die Seereise habe drei Tage gedauert. „Am Montag haben wir die Überfahrt nach Swinemünde absolviert. Am Dienstagmorgen ging es dann weiter nach Stralsund und am Mittwoch nach Rostock“, schilderte der Segler. Den Segeltörn hätten auch einige Gäste mitgemacht.
Training auf der Ostsee und Jubiläumsbesuch
Die Stimmung der Crew sei ausgezeichnet gewesen. Einige Leute blieben ununterbrochen vor Ort, andere wurden ausgewechselt. „Diese langen Fahrten sind ja auch ein gutes Training für die Mannschaft, denn die Anforderungen auf der Ostsee sind anders als auf dem Haff“, erklärte Appelhagen.
Da Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) Ehrenmitglied des Vereins sei, habe sie die Kogge besucht. „Sie hat dem Verein immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel und eine erfolgreiche Teilnahme an der Hanse Sail gewünscht.“ Der Verein feiert 2026 das 25-jährige Jubiläum der Kiellegung der Pommernkogge. Aus diesem Anlass habe es eine kleine Glocke als Geschenk gegeben.
Ausgebuchte Fahrten und Heimreise
Pro Tag wurden in Rostock zwei vierstündige Fahrten angeboten, alle waren ausgebucht. „Das ist schon anspruchsvoll für die Besatzung. Deshalb haben wir zwischendurch auch kein Open-Ship angeboten. Die Crew brauchte ihre Erholung“, erläuterte der Pressesprecher. Man müsse bedenken, dass das Durchschnittsalter der 14-köpfigen Besatzung knapp 70 Jahre betrage. Die Fahrten seien eine große geistige und körperliche Herausforderung.
Am Montag machte sich das Traditionsschiff bereits gegen 5 Uhr früh auf die Rückreise nach Ueckermünde. Geplant ist, die Fahrt mit einer Übernachtung in Stralsund in zwei Tagen zu schaffen. „Von Stralsund aus fahren wir nach Swinemünde und durch den Kaiserkanal aufs Stettiner Haff“, sagte Jürgen Appelhagen, der mit einer Ankunft im Heimathafen am Dienstagabend rechnet. Das hänge aber vom Wetter ab. Ab Freitag, dem 14. August, soll die Ucra dann wieder für die regelmäßigen Ausfahrten vom Heimathafen Ueckermünde auf das Stettiner Haff zur Verfügung stehen.