Schnapszahl bringt Glück: 33. Schützenfest in Jarmen begeistert
Schnapszahl bringt Glück: 33. Schützenfest in Jarmen

Vereinsvorsitzender Alfred Koch blickte zufrieden auf das 33. Schützenfest des Schützenvereins Jarmen 1854 zurück. „200 Gäste, so viele hatten wir wohl noch nie auf dem Platz“, sagte er. Die Feier inmitten des Zemminer Waldes hatte einiges zu bieten: eine lange Adlerjagd, mehrere Wettbewerbe und einen historischen Königsbecher.

Ralf Schöning ist neuer Schützenkönig

Nach dreistündiger Adlerjagd stand der neue Schützenkönig fest: Ralf Schöning gelang der entscheidende Schuss, um den Adler zu Fall zu bringen. Alexa Hinz konnte ihren Titel als Schützenkönigin erneut verteidigen. Diese Wettbewerbe waren bereits am Vortag gestartet, wie Vereinsmitglied Dörte Cornelius berichtete: „Bereits am Vortag wurden intern die ersten Wettkämpfe eingeläutet und Schützenkönigin und Schützenkönig ermittelt. Alexa Hinz konnte sich den Titel der Schützenkönigin erneut sichern.“

Beim Schießen auf den Adler waren 1400 Schuss nötig, ehe der König feststand. Bei den Frauen zählte das beste Ergebnis beim Scheibenschießen.

Pokale und ein Sieger aus dem Rathaus

Beim Wettbewerb um den Pokal des Bürgermeisters der Stadt Jarmen setzten sich Jörg Wagner bei den Männern und Ulrike Hinz bei den Frauen durch. Beim ebenfalls beliebten Taubenstechen machte Bürgermeister André Werner das Rennen – er erzielte die höchste Punktzahl und stand bei der Siegerehrung auf dem obersten Treppchen.

Neben den Wettkämpfen sorgten eine Hüpfburg für die Kinder und ein Angebot für das leibliche Wohl für Unterhaltung. Auch Gäste aus den befreundeten Vereinen aus Demmin, Dargun, Buddenhagen, Greifswald, Gützkow, Grischow und Löcknitz wurden begrüßt.

Ein Königsbecher aus dem Jahr 1937

Im 35. Vereinsjahr präsentierte der Vereinsvorsitzende Alfred Koch bei der Eröffnung einen besonderen Schatz: den Königsbecher aus dem Jahr 1937. Dörte Cornelius beschrieb das historische Stück in ihrem Bericht: „Der Schützenverein zählt mit Abstand zu den ältesten Vereinen der Region. Historische Zeugnisse dieser langen Geschichte sind äußerst rar, von alten Zeitungsartikeln abgesehen. Umso stolzer präsentierte der Vereinsvorsitzende Alfred Koch im Rahmen der Eröffnung des Festes den Königsbecher aus dem Jahr 1937. Ein einmaliges und wertvolles Stück Zeitgeschichte.“

Koch dankte Dörte Cornelius und allen Helfern ausdrücklich: „Dörte gehört zu unseren sehr engagierten, verlässlichen Mitgliedern, kümmert sich auch richtig gut um die Öffentlichkeitsarbeit, ist für viele Vereinsthemen Ansprechpartner“ und betonte: „Das ist Teamwork, anders geht es gar nicht.“ Als Hauptpreis der Tombola wurde dank Sponsoren ein Hubschrauberrundflug verlost. Zum Abschluss äußerte der Vereinsvorsitzende den Wunsch, „dass es den Verein auch in 35 Jahren noch gibt“.