Am Mittwochabend, dem 12. August, erwartet Himmelsbeobachter in der Region Demmin ein doppeltes Naturschauspiel: Zuerst schiebt sich der Mond vor die Sonne, und in der darauffolgenden Nacht erreicht der Sternschnuppenstrom der Perseiden sein Jahresmaximum.
Sonnenfinsternis: 84 Prozent Verdunklung in Demmin
Kurz vor Sonnenuntergang wird der Mond in Demmin bis zu 84 Prozent der Sonnenscheibe verdecken, erklärt Weltraumphysiker Dr. Michael Danielides vom Planetarium Demmin. Bei gutem Wetter sei das Phänomen gut zu beobachten, da der Eintritt des Mondes vor die Sonne vor Sonnenuntergang stattfindet. Der Austritt erfolgt erst danach – „das können wir dann nicht mehr sehen“, so der Leiter des Planetariums.
Eine vollständige Bedeckung gibt es nur in Teilen Spaniens. Eine derart starke Sonnenfinsternis sei in Deutschland erst wieder 2081 zu erwarten, so Danielides. Da sich das Ereignis tief über dem Horizont abspielt, empfiehlt er einen freien Beobachtungsplatz ohne Sichtbehinderungen, etwa ein Feld ohne Bäume mit Blick in Richtung Nordwesten.
Schutz und Beobachtungstipps
Der Experte warnt: „Man sollte nicht mit bloßem Auge in die Sonne schauen.“ Er rät zu einer Sonnenfinsternisbrille oder einer Projektion, um die Augen zu schützen.
Wer die Finsternis wegen Wolken oder anderer Gründe verpasst, kann sich auf die Perseiden freuen. Direkt im Anschluss erreicht der Sternschnuppenstrom sein Maximum. „Die Nacht eignet sich, um sich mit einer Decke und einem Getränk auf eine Wiese zu packen und Richtung Sternbild Perseus zu blicken“, empfiehlt Danielides. Unter guten Bedingungen sind bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen.
Vortrag im Planetarium
Am 15. August um 19 Uhr hält Michael Danielides im Zeiss-Planetarium Demmin einen Vortrag über die beiden Ereignisse und den Sternenhimmel des Tages. Der Eintritt kostet 4 Euro, für Schüler 2 Euro.