Tiny-House-Siedlung am Domjüchsee bei Neustrelitz gescheitert
Tiny-House-Siedlung am Domjüchsee gescheitert

Die Pläne für eine Tiny-House-Siedlung auf dem Gelände der ehemaligen Landesirrenanstalt am Domjüchsee bei Neustrelitz sind endgültig gescheitert. Der Verein Zukunft-Wagen, Initiator des Wohnprojekts, muss sich nun nach einem anderen Grundstück für seine Minihäuser umsehen. Das bestätigte sich im Bauausschuss der Stadt.

Projekt scheitert an der Lage

Die Stadtvertretung hatte im September des vergangenen Jahres die Aufstellung des Bebauungsplans für die Tiny-House-Siedlung am Domjüchsee beschlossen. Doch das Landesraumentwicklungsprogramm sieht vor, „bei der Siedlungsentwicklung die Innenentwicklungspotenziale sowie die Möglichkeiten der Nachverdichtung vorrangig zu nutzen“. Neue Siedlungsflächen sollen an eine Ortslage gebunden sein.

Da das geplante Gelände an der Domjüch mehr als zwei Kilometer vor den Toren der Stadt liegt und damit zu weit von einer Ortschaft entfernt ist, kann der Bau dort nicht erfolgen. Diese Information wurde jetzt im Bauausschuss bekannt gegeben.

Stadt sucht Alternativen

Die Stadt Neustrelitz ist jedoch weiterhin bestrebt, dem Verein Zukunft-Wagen ein geeignetes Grundstück für sein Vorhaben zur Verfügung zu stellen. „Dazu werden derzeit in Abstimmung mit dem Verein verschiedene Standortalternativen geprüft“, teilt das Rathaus mit.

Der Verein Zukunft-Wagen verfolgt sein Projekt „Tiny House-Quartier Domjüch“ bereits seit dem Jahr 2023. Geplant waren 15 Stellplätze für dauerhaftes Wohnen am Domjüchsee. Tiny Häuser sind maximal 2,5 Meter breit, 4 Meter hoch und 7 Meter lang und beweglich wie ein Wohnwagen. Jeder Bewohner sollte zudem ein kleines Stück Land zur Bewirtschaftung vor seinem Haus erhalten.