Toby Quast erlebt einen Sommer, der für den 23-Jährigen kaum besser sein könnte: Er hat seine Ausbildung abgeschlossen, einen ersten Arbeitsvertrag als Geomatiker beim Landkreis unterschrieben, das Fußballtraining beim Landesklasseverein FSV Altentreptow läuft wieder – und er hat einen neuen Song veröffentlicht.
Doppelleidenschaft: Fußball und Musik
Fußball ist sein liebstes Hobby, er geht auch gern ins Gym, doch das Schreiben und Singen von Songs ist seine wahre Leidenschaft. Sein Lied „Lieb hab“ ist gerade auf Spotify erschienen und wurde bereits tausendfach gestreamt. Seine Musik beschreibt er als Deutsch-Pop.
Den Song hat er zusammen mit der Altentreptowerin Lilly Heibel aufgenommen. Eine Woche arbeiteten sie an dem Lied, bis es perfekt war. Das dazugehörige Video entstand an der Tollense. Der Song versprüht Lust aufs Leben und auf die Liebe.
Künstlername Maller9 und die Frage nach dem Paar
„Viele haben gefragt, ob wir ein Paar sind“, erzählt er lachend: „Nein, das sind wir nicht. Aber es sollte so aussehen, weil es zum Song passt.“ Unter seinem Künstlernamen Maller9 möchte er in seinen Liedern ausdrücken, was er fühlt, denkt und erlebt – sein Leben in Songs.
Vom Nachwuchs in die Regionalliga
Fußball spielt er, seit er denken kann. Er begann in Altentreptow, spielte dann im Nachwuchs des 1. FC Neubrandenburg, wurde Landespokalsieger und kickte mit dem Club in der Regionalliga. Doch die Lust am Fußball schwand, er legte eine zweijährige Pause ein und wechselte zum Kreisoberligisten Grün-Weiß Teetzleben.
Seit Januar trägt der Stürmer wieder das Trikot des FSV Altentreptow. „Den Wechsel haben in Teetzleben nicht alle verstanden, aber ich wollte wieder höherklassig spielen“, sagt er. Mit dem FSV verpasste er am Ende der Vorsaison nur knapp den Aufstieg in die Landesliga. Seine Bilanz: acht Spiele, sechs Tore, sieben Vorlagen.
Von der Smartphone-Musik zum Garagenkonzert
Musik macht Quast seit sieben Jahren, anfangs nur auf dem Smartphone. Anfangs fiel es ihm schwer, seine Lieder öffentlich zu präsentieren: „Du musst Selbstvertrauen haben, und das hatte ich zuerst nicht“, erzählt er. Mittlerweile ist er selbstbewusst genug, überall zu singen. In Teetzleben gab er ein kleines Garagenkonzert, zu dem 60 bis 70 Leute kamen. „Das war schon sehr cool und ich muss zugeben, dass ich sehr aufgeregt war“, sagt er. Seine größte Unterstützerin ist seine Oma: „Auf dem Handy zeigt sie jedem meine Lieder.“
Keine Träume von der großen Karriere
Durch Spotify hat er schon ein paar Euro verdient. „Es ist nicht viel, ich habe es gleich in die Musik investiert“, sagt er. Von einer großen Musikkarriere träumt er nicht. Vorstellen könnte er sich jedoch Auftritte bei kleinen Stadtfesten oder Festivals – der Gedanke gefällt ihm.
Mit Altentreptow steht er vor einer schwierigen Saison: Nach einem Jahr in der Landesklasse-Staffel III geht es zurück in Staffel II. Vom Aufstieg spricht niemand. „Die zweite Staffel soll viel stärker sein, das habe ich schon gehört“, sagt Quast. Sollte der Sprung in die Landesliga gelingen, hätte der Stürmer vielleicht das passende Lied – den Aufstiegssong sozusagen.