TSG Neustrelitz startet bescheiden in die Oberliga-Saison 2026/27
TSG Neustrelitz startet bescheiden in die Oberliga-Saison

Mit einem Auswärtsspiel beim SV Lichtenberg 47 startet die TSG Neustrelitz am Samstag (13 Uhr, Zoschke-Stadion) in die Oberliga-Saison 2026/27. Der Fünftligist geht nach einem großen personellen Umbruch mit elf Neuzugängen, zehn Abgängen und einem neuen Cheftrainer in die Spielzeit.

Tabellenplatz nicht das Ziel

Nach Rang vier in der Vorsaison setzen die Residenzstädter auf einen jungen Kader. Konkrete Platzierungsziele gibt der Verein nicht aus. „Wir wollen eine gute Rolle spielen. Wir halten uns nicht an Tabellenplätzen fest“, sagt Sportchef Oliver Bornemann. Wichtiger sei die Weiterentwicklung der Mannschaft.

Bornemann zeigt sich mit der Vorbereitung zufrieden, die zwei Siege und drei Niederlagen brachte. Die Mannschaft sei weitgehend von Verletzungen verschont geblieben: „Wir haben einen kleinen, feinen Kader, in dem eine gute Stimmung herrscht, viel Enthusiasmus und viel Leidenschaft.“

Umbruch im Kader

Der Sportchef verschweigt nicht, dass der Kader im Sommer ein neues Gesicht bekommen hat. „Wir haben viele verdiente Spieler abgegeben“, sagt er mit Blick auf die Abschiede von Kapitän Nils Röth und Vize-Kapitän Justus Guth. Die Neuzugänge seien interessante, junge Spieler, die Zeit brauchten, um ihr maximales Leistungsniveau zu erreichen.

Einer der neuen Spieler ist Jean-Luca Beck, der vom Greifswalder FC kommt. Weitere Zugänge sind unter anderem Nicolas Jesus Delpino, Jerome Kortebusch und Will Siakam. Die Abgänge umfassen unter anderem Luca Müller und Nick Höfer, die ein Auslandsstudium in den USA beginnen.

Handschrift von Jovanovic

Spielerisch soll sich die Handschrift des neuen Cheftrainers Velimir Jovanovic bemerkbar machen, der Thomas Franke ablöste. „Wir wollen mutig sein, engagiert sein, viel laufen und viel Bewegung haben. Wir wollen versuchen, alles spielerisch zu lösen“, beschreibt Bornemann die Ausrichtung. Lange Bälle seien nicht der Plan.

Jovanovic selbst fiebert seinem ersten Pflichtspiel entgegen, macht daraus aber kein persönliches Debüt. „Das ist nur von außen ein Ding“, sagt der 38-Jährige. „Ich brenne für jedes Training.“ Entsprechend selbstbewusst reist die Mannschaft nach Berlin: „Wir fahren mit breiter Brust dahin und wollen auf jeden Fall etwas mitnehmen.“

Im Vorjahr verloren die Neustrelitzer beide Partien gegen Lichtenberg 47 (0:3, 1:2). Mit der Entwicklung seiner Elf zeigt sich Jovanovic zufrieden: „Wir sind noch lange nicht da, wo wir sein wollen, weil wir im Prozess sind. Aber die Jungs wollen – und darauf lässt sich wirklich aufbauen.“