Umzug der Pastorin: Loslassen, Erinnerungen, Gottvertrauen
Umzug der Pastorin: Loslassen, Erinnerungen, Gottvertrauen

„Was nehme ich bloß mit?“ – Mit dieser Frage beginnt Pastorin Ulrike Bohl ihre Gedanken zum Umzug. Schon beim Urlaubskoffer merkt sie: Der Koffer ist zu klein, und im Urlaub stellt sie fest, dass weniger auch gereicht hätte. Nun zieht sie aus ihrem großen Pfarrhaus in Zerrenthin in eine kleine Wohnung – und das Sortieren wird zur Herausforderung.

Abschied von Erinnerungsstücken

Das Hochzeitsservice, die von der Großmutter geerbte Vase, alte Schränke, viele Bücher: Was nicht mitkommt, muss weg. „Es fällt so schwer, loszulassen und Teile der Vergangenheit zu entsorgen“, schreibt Bohl. Doch sie entdeckt auch die befreiende Seite: „Entsorgen“ sei das Gegenteil von „sorgen“. Wer die Dinge nicht mehr behält, muss nicht mehr für sie Sorge tragen. Das Abschiednehmen tut weh, aber die Erleichterung danach ist spürbar.

Erinnerungen bleiben – Gottvertrauen trägt

Die Erinnerungen selbst lassen sich nicht einpacken, aber sie bleiben in ihr. Alles, was in dem alten Zuhause war, sei in ihr und komme mit. Eine Psalmstelle helfe ihr beim Loslassen: „Herr, du stellst meine Füße auf weiten Raum. Ich aber, Herr, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott! Meine Zeit steht in deinen Händen.“ Diese Worte geben ihr das Vertrauen, den neuen, weiten Raum zu betreten.

Letzter Sonntagsgruß

Mit diesen Gedanken verabschiedet sich Ulrike Bohl aus dem Pfarrhaus. An die Leserinnen und Leser des Nordkurier richtet sie einen letzten Gruß: „Allen Leserinnen und Lesern des Nordkurier wünsche ich ein letztes Mal einen gesegneten Sonntag.“