Blaubeeren selbst pflücken in Picher: Sortenvielfalt und fairer Preis
Blaubeeren selbst pflücken in Picher: Sortenvielfalt

In Picher können Blaubeerliebhaber ab sofort wieder selbst pflücken. Auf der Plantage von Ella Kremer am Torfmoor 1 warten mannshohe Büsche mit großen blauen Beeren. Das Angebot gilt von Juli bis Anfang September.

Von der Putenanlage zur Bio-Blaubeerplantage

Das Gelände gehört zu einem Bio-Betrieb, den Ella Kremer und ihr Mann 2019 übernommen haben. Zunächst kümmerten sich die Vorbesitzer um die Blaubeeren, später übernahm das Ehepaar auch die Plantage und stellte auf Bio um. Der ursprüngliche Plan, die Beeren selbst zu ernten und im Einzelhandel zu verkaufen, erwies sich als schwierig. „Hier konnte man auch schon immer zum Selbstpflücken kommen, daher haben wir das dann weiter angeboten“, erzählt Kremer.

Preis und Angebot

Ein selbst gepflücktes Kilo kostet 6,95 Euro. Wer mag, kann auch bereits gepflückte Beeren kaufen oder bei Kaffee und Blaubeerkuchen eine Pause einlegen. Zudem gibt es Puten-Produkte, Kaltgetränke und Hundeleckerlies. Geöffnet ist dienstags bis freitags von 8 bis 17.30 Uhr, samstags von 8 bis 14 Uhr. Kartenzahlung ist nicht möglich. Informationen und eine Anfahrtsskizze gibt es unter www.blaubeerenpicher.de.

Fans aus der Region

Rita Meints aus Bandenitz pflückt seit Jahren in Picher. „Die Blaubeeren haben eine gute Qualität und der Preis ist absolut in Ordnung“, sagt die Rentnerin. Früher erntete sie zehn Kilo für Marmelade und Saft, heute sind es sechs Kilo, die sie einfriert. Sie schätzt das Ambiente, bemängelt jedoch, dass manche Selbstpflücker an verschiedenen Büschen zupfen und dabei reife Beeren auf den Boden fallen lassen. Auch Landrat Stefan Sternberg (Ludwigslust-Parchim) kommt regelmäßig. Seine Lieblingssorte ist „Brigitta Blue“ wegen ihrer Süße und Größe. „Zu meinen Urlaubstraditionen gehört es, hier mit meiner Familie Blaubeeren zu pflücken und sie dann mit Biskuitboden und Vanillepudding zu genießen“, verrät er.

Fünf Sorten mit unterschiedlichen Reifezeiten

Die Plantage baut fünf Sorten an, die nacheinander reif werden. „Im Moment sind ‚Reka‘, die süß-säuerlich ist, sowie ‚Puru‘ reif, die etwas süßer schmeckt“, erklärt Kremer. Im August folgen die fruchtige „Bluecrop“, „Brigitta Blue“ und „Darrow“, die am längsten geerntet werden kann. Die verschiedenen Sorten ermöglichen eine längere Erntesaison und unterscheiden sich geschmacklich leicht.