Nach CSD-Attentat: Warener gedenken Opfern in Berlin und Edmund Ringert
CSD-Attentat: Warener gedenken Berlin-Opfern und Ringert

Nach dem Attentat auf die queere Gemeinschaft beim Christopher Street Day (CSD) am Wochenende in Berlin hat der Verein Queer am See in Waren eine Gedenkveranstaltung abgehalten. Unter dem Motto „Gemeinsam Gedenken“ führte ein stiller Zug vom Neuen Markt zum Stolperstein für Edmund Ringert.

Gedenken an Edmund Ringert

Der Warener Edmund Ringert war 1942 von Nationalsozialisten wegen seiner Homosexualität hingerichtet worden. Versammlungsleiter Hannes Stöhr erinnerte am Dienstag gegenüber dem Nordkurier an ihn. Bereits am Montag waren in Waren Blumen für die Opfer in Berlin und für Ringert niedergelegt worden.

Gemeinschaft und Sichtbarkeit als Antwort

Hannes Stöhr betonte, dass Gemeinschaft gerade in schweren Zeiten wichtig sei. CSDs seien mehr als bunte Veranstaltungen: „Sie sind Demonstrationen für Gleichberechtigung, Sichtbarkeit und Menschenrechte.“ Nach dem Mord und den zahlreichen Verletzten in der Hauptstadt gelte es, sichtbar zu bleiben. „Wir lassen uns nicht einschüchtern. Wir stehen füreinander ein, gemeinsam“, sagte Stöhr.

Mit der Gedenkveranstaltung an der Müritz wollten die Teilnehmer, darunter auch viele vom befreundeten Verein Queer Strelitz aus Neustrelitz, ein Zeichen für Erinnerung, Menschlichkeit und eine Gesellschaft setzen, in der niemand Angst haben müsse, er selbst zu sein. „Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass Hass niemals das letzte Wort hat“, sagte Stöhr.