Eldetalschule Domsühl nach Anbau und Sanierung feierlich wiedereröffnet
Eldetalschule Domsühl feierlich wiedereröffnet

Mit einem Festakt ist die erweiterte und umgebaute Eldetalschule in Domsühl am 4. September 2026 wiedereröffnet worden. Schulleiterin Janin Schünemann nahm symbolisch den Schlüssel von Sebastian Fynnau, dem Leiter des Amtes Parchimer Umland, entgegen.

Fünf Jahre Bauzeit mit vielen Hürden

Fünf Jahre, drei Bauabschnitte und zahlreiche Herausforderungen liegen hinter der Schulgemeinschaft. „Es war eine herausfordernde Zeit, die heute offiziell ein Ende hat. Wir mussten viele Hürden bewältigen, Einschränkungen in Kauf nehmen – aber es hat sich alles sehr gelohnt“, sagte Schünemann. Ohrenschützer gehörten für Schüler und Lehrer zum Alltag, Staub und Bürokratie begleiteten die Bauphase.

Nun verfügen die 382 Schüler, 22 Lehrer und das weitere Kollegium über einen modernen Lernort. Dieser habe „nie seinen Charme verloren“, betonte die Schulleiterin.

Kurzschluss als Auslöser für die Sanierung

Dass die Schule saniert werden musste, war schon länger klar. Der frühere Bürgermeister von Domsühl, Hans-Werner Beck, erinnerte sich: „Immer wieder waren Dinge kaputt, mussten repariert werden. Unter anderem fiel die Heizung aus.“ Den entscheidenden Anstoß gab ein Vorfall während einer Trainingsstunde für die Karnevalssaison 2013: Ein alter Bakelit-Lichtschalter verursachte einen Kurzschluss, die Aula lag im Dunkeln.

2014 begannen die Planungen, drei Förderanträge zu je rund fünf Millionen Euro wurden gestellt. Die ursprünglich avisierte Gesamtbausumme von rund 14,3 Millionen Euro stieg auf letztlich 17,3 Millionen Euro. Etwa 11,6 Millionen Euro stammen aus verschiedenen Fördermitteltöpfen. Der Bau startete im Oktober 2021.

Denkmalschutz als besondere Herausforderung

„Eine der Herausforderungen war die Vereinbarkeit mit dem Denkmalschutz“, erklärte Amtsvorsteher Sebastian Fynnau. Die Schule sollte modernisiert werden, ohne ihren Charme zu verlieren. „Das war nicht einfach, aber es ist uns dennoch gelungen“, so Fynnau. Das Ziel einer modernen Schule auf dem Land sei erreicht.

Bei der Eröffnung vor 69 Jahren gab es im Gebäude einen Springbrunnen und auf dem Hof ein Schwimmbecken, erinnerte sich Schünemann, die 2025 die Nachfolge von Bernhard Weimer antrat, der in den Ruhestand ging.

Feierliches Rahmenprogramm und Tag der offenen Tür

Die Schüler gestalteten das Programm zur Eröffnung gemeinsam mit ihren Lehrern. Mit Theater-Einlagen und musikalischen Darbietungen sorgten sie für Begeisterung bei den Gästen. Zum Abschluss sangen sie: „Bei uns geht alles besser, bei uns macht lernen Spaß.“ Der Gong beendete die Veranstaltung pünktlich. Anschließend lud der Tag der offenen Tür zu Einblicken in den neuen und modernisierten Teil der Schule ein.

„Ende gut, alles gut“, sagte Janin Schünemann abschließend.