Der achtjährige Emil hat beim Sommerfest in Glasow mit seiner Hansa-Schubkarre den ersten Platz im Wettbewerb um die originellste Schubkarre belegt. Die Jury vergab für seine Karre die volle Punktzahl von 30. Emil erhielt einen Gutschein über 60 Euro.
Wettbewerb mit Umzug und Jury
Das Fest begann mit einem Umzug der Schubkarren von der Kirche zum Sportplatz. MV-Wissenschaftsministerin Bettina Martin nahm mit einem Weinfass auf einer Schubkarre teil. Die Jury bestand aus Bettina Martin, Strasburgs ehemaligem Bürgermeister Norbert Raulin und Boocks Bürgermeister Gunnar Mißling. Glasows Bürgermeister Reimund Sommer moderierte die Bewertung.
Den zweiten Platz belegte Simone Klemp mit ihrem Weinwagen. Den dritten Platz teilten sich Toralf Zweigler mit der Tauben-Schubkarre und Andreas Eschert mit einem bunt geschmückten Rasentraktor mit Anhänger. Auch die Platzierten erhielten Gutscheine und ein kleines Schubkarren-Modell.
Familie Klemp erneut erfolgreich
Simone Klemp sagte, die Familie habe im vergangenen Jahr mit dem „Fahrbaren flexiblen Grill“ und der „Glücksschwein-Schubkarre“ den ersten und dritten Platz belegt. In diesem Jahr seien es der erste und zweite Platz geworden. Sie freue sich besonders für ihren Enkel Emil, der die Idee zur Hansa-Schubkarre selbst gehabt habe. Sie habe beim Kleben geholfen.
Emils Vater Steffen Türr freute sich über den ersten Platz seines Sohnes. Er sagte: „Das ist eine schöne Idee. Damit hält man die Dorfgemeinschaft zusammen. Und die Kinder können Ideen entwickeln, was sie machen möchten.“
Weniger Teilnehmer und Zukunft des Wettbewerbs
Simone Klemp bedauerte, dass in diesem Jahr nicht so viele Schubkarren wie im Vorjahr dabei waren. Ihre Familie sei diesmal „nur“ mit zwei Karren vertreten, im vergangenen Jahr waren es fünf. Sie schlug vor, den Wettbewerb im kommenden Jahr erneut zu veranstalten und sich etwas Neues einfallen zu lassen, etwa einen Wettbewerb für Familien.
Bürgermeister Reimund Sommer, der einst die Idee zum Schubkarren-Wettbewerb hatte, sagte: „Es ist schon schwierig, die Leute für einen solchen Wettbewerb zu motivieren. Glasow ist aber auch ein kleines Dorf.“ Gewisse Sachen würden sich ablaufen, dann müsse man sich etwas Neues einfallen lassen.
Kochwettbewerb mit vier Teilnehmern
Beim Kochwettbewerb, den es seit dem ersten Sommerfest gibt, stellten sich Claudia-Maria Humeniuk aus Streithof, Norbert Raulin, Jacob Hein aus Schuckmannshöhe und Gunnar Mißling der Jury. Diese bestand aus Thomas Pflug (Lübeck), Jochen Menzel (Pomellen) und Karsten Becker (Berlin). Zur Auswahl standen Schweine- oder Rindfleisch, Kartoffeln und reichlich Gemüse.
Claudia-Maria Humeniuk, die in Berlin fünf Gaststätten betreibt, gewann mit 18 von 18 möglichen Punkten. Sie hatte Spaghetti mit Chili und Knoblauch, Kohlrabi-Carpaccio, Kotelett und ein Tomatensößchen zubereitet. Jacob Hein, Schriftsteller und Arzt, bereitete einen Rinderbraten mit Gemüse, Kartoffel-Chips und einem kleinen Tomatensalat zu. Norbert Raulin servierte sommerliches Glasower Geschnetzeltes im Gemüsebett, und Gunnar Mißling kochte Rindersteak mit Rosmarinkartoffeln, Rahmchampignons und Bohnen.
Die Jury legte sich auf Claudia-Maria Humeniuk als Siegerin fest. Platz zwei ging an Jacob Hein mit 15 Punkten, gefolgt von Gunnar Mißling mit 12 und Norbert Raulin mit 10 Punkten.