Zum dritten Mal hat der Anglerverein Krakow am See sein Natur- und Umweltcamp veranstaltet. 35 Kinder und Jugendliche zwischen neun und 18 Jahren erlebten eine Woche voller Action und Natur – und natürlich stand das Angeln im Mittelpunkt.
Großer Andrang und besondere Auswahl
Die Verantwortlichen um Vereinsvorsitzende Jeanette Wuttke waren von der Resonanz überwältigt. "Zwei Dinge sind besonders. Wir berücksichtigen bei der Auswahl Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien. Außerdem ist bei uns Tradition, dass wir Verwandten der Kinder aus unserem Verein die Möglichkeit geben, im Camp dabei zu sein", erklärte Wuttke. So kamen auch Noah (15) und Emel Kiray (12) aus Bremen, die mit ihrer Cousine Vine Wedhorn aus Dalkendorf eine schöne Zeit verlebten.
Angeln, Knoten und Fische zubereiten
15 Betreuer kümmerten sich um die "Angel-Bande". Vom Ufer, vom Boot oder vom Ponton aus holten die jungen Angler Hecht, Aal, Güster und Barsch aus dem Krakower See. Nur die Karpfen ließen sich nicht blicken. Besonders beliebt war das Nachtangeln auf Aal vom Ponton aus.
Zu den erfolgreichsten Nachwuchsanglern gehörte der neunjährige Johannes Pawelke, der mehrere Barsche fing – zwei davon mit beachtlichen 25 und 27 Zentimetern. Ben Linke zog sogar einen 76 Zentimeter großen Hecht an Land. Lotte Mila Grapentin (10) aus Neu Zietlitz angelt seit drei Jahren: "Ich habe viel Spaß dabei und freue mich, wenn ein Fisch anbeißt."
Neben dem Angeln lernten die Kinder auch, wie man Fische ausnimmt, filetiert und räuchert. Betreuer Christoph Graaf zeigte es ihnen: "Alle haben das prima hinbekommen", lobte der 30-Jährige. Auch ein Workshop zu Anglerknoten stand auf dem Programm – besonders der FG-Knoten war gefragt. "Das ist einer der stärksten und schlanksten Knoten beim Angeln", erklärte Graaf. Die Kinder schafften ihn zwar nicht in fünf bis sechs Minuten wie der Profi, aber 30 Minuten waren für Übende ein gutes Ergebnis.
Baden, Rodeln und die Zukunft des Camps
Natürlich kam auch die Freizeit nicht zu kurz: Bei dem herrlichen Sommerwetter ging es zum Baden in die Krakower Badeanstalt und auf die Sommer-Rodelbahn in Malchow.
Jeanette Wuttke zog ein positives Fazit: "Es war ein gelungenes Camp. Mit dem haben wir wieder Mädchen und Jungen, von denen wir unter unseren 405 Mitgliedern 45 haben, für den Angelsport begeistert. Deshalb wird es ein viertes geben. Das ist ab 10. Juli 2027 geplant."
Die finanzielle Unterstützung kam vom Landesamt für Gesundheit und Soziales, vom Landkreis, vom Landesanglerverband, von der Stadt Krakow am See und von Sponsoren wie Fred Stenzel. Dank dieser Hilfen zahlten die Teilnehmer nur 85 Euro für eine Woche mit Vollverpflegung.