In Wesenberg ist mit dem Woblitzseepark eine neue touristische Adresse entstanden. Am ersten Musterhaus in der Straße In den Wällen durchschnitten Geschäftsführer Jörg Ullbrich von der Woblitzpark-Wesenberg GmbH und Bürgermeister Steffen Rißmann (CDU) symbolisch ein Flatterband.
49 Wohneinheiten auf 25.000 Quadratmetern
Auf dem rund 25.000 Quadratmeter großen Areal sollen 49 Wohneinheiten in massiver Bauweise entstehen. Jan Ullbrich führte die Gäste durch das Musterhaus. Erst im August sei der Rasen geliefert worden, sodass der etwa 400 Quadratmeter große Garten angelegt werden konnte, berichtete er.
Es gebe bereits drei Interessenten für die Ferienhäuser, die auch als Kapitalanlage für Finanzinvestoren interessant seien. Der erste Käufer sei ein Deutsch-Amerikaner aus Detroit, sagte Jörg Ullbrich.
Verzicht auf Schwimmbad
Im zweiten Bauabschnitt sollen ein Verwaltungsgebäude mit Wäscheservice, ein Restaurant, ein Indoorspielplatz und eine öffentlich zugängliche Sauna entstehen. Auf ein ursprünglich geplantes Schwimmbad werde verzichtet, da sich dieses erst ab 120 Einheiten rechnen würde, so Jan Ullbrich. Geplant sind außerdem ein Fahrrad- und Kanuverleih sowie ein Kinderspielplatz.
Betrugsfall und Neuanfang
Zunächst war mit einem Geschäftspartner aus Holland die Errichtung von Tiny-Ferienhäusern in Modularbauweise geplant. „Der angebliche Geschäftspartner erwies sich jedoch als dubioser Betrüger, der sogar von Interpol gesucht wird“, sagte Jörg Ullbrich. Die Unternehmer zogen ihre Pläne in abgewandelter Form durch, sodass nun das Musterhaus in massiver Bauweise steht.
Jede Einheit bietet 97 Quadratmeter Wohnfläche und liegt nahe des Zühlensees. Als saisonverlängernde Maßnahme ist in jedem Haus eine Sauna für vier bis sechs Personen eingebaut. Die Häuser erstrecken sich über zwei Etagen mit drei Schlafzimmern, drei Bädern und einer Einbauküche. Eine Fotovoltaik-Anlage mit großem Speicher ermöglicht das Laden von E-Autos und E-Bikes per Wallbox. Beheizt wird mit einer Luft-Wärmepumpe. Zudem sind eine öffentliche E-Ladestation und ein zentraler Fahrradschuppen geplant.
Regionale Firmen am Bau beteiligt
Vertrieblerin Melanie Gatz hat die Vermarktung übernommen. Die Häuser können ganzjährig selbst genutzt oder touristisch vermietet werden. Seit drei Wochen ist der Vertrieb aktiv und führt bundesweit Gespräche mit Interessenten.
Errichtet wurde das Musterhaus ohne großen Bauträger unter Bauleiter Ronny Simon von regionalen Firmen. Dazu gehörten die Firma Nehls-Euronics aus Neubrandenburg (Einbauküche), die Firma Plath aus Wismar (Wendeltreppe), Roland Friedrich aus Burg Stargard (Elektrik) und Hauke Runge aus Neustrelitz (Sanitär). Malermeister Thomas Höllwarth aus Neustrelitz übernahm den Anstrich, Wolfram Falk aus Wesenberg deckte das Dach, Thomas Nest aus Feldberg war als Tiefbauer aktiv, die Firma Holzapfel aus Klink legte die Außenanlagen an, und das Unternehmen Riffel aus Röbel errichtete den Rohbau. Alex Ullbrich bestimmte das Farbkonzept und wählte das Mobiliar.
Am 20. August wurden im Bauamt Mirow die Bauanträge für vier weitere Grundstücke eingereicht, so Jörg Ullbrich. Bürgermeister Steffen Rißmann hofft auf weitere Investoren, um die Region touristisch voranzubringen.