Im Wahlkampfendspurt zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern greift Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) die AfD deutlich an. In der Videoserie „Landpartie zur Landtagswahl“ des Nordkurier sagt sie: „Die AfD zieht durchs Land und redet das ganze Land schlecht. Sie sagt, alles ist schlecht, alles ist kaputt.“ Dem hält Schwesig entgegen, dass das Land in 36 Jahren modernisiert worden sei. Seit ihrer Amtszeit seien eine Milliarde Euro in die Sanierung und den Neubau von Kitas und Schulen geflossen. Die Wirtschaft habe zwar Herausforderungen mit Energiepreisen und Bürokratie, gleichzeitig gebe es aber Wirtschaftswachstum, offene Arbeitsplatzstellen und gestiegene Löhne.
Attacke gegen das Frauenbild der AfD
Im Gespräch mit Nordkurier-Reporterin Verena Lukaschik auf einer Trabi-Fahrt beklagt Schwesig, wie mit ihr als Frau aus einer politischen Richtung umgegangen werde: „Ich finde diese Schwarzweiß-Malerei nicht gut, auch nicht die Angriffe, die ich ja auch als Person erlebe von Gewalt und Sexismus. Und da sehe ich natürlich, wie mit mir als Frau umgegangen wird. Und da sag ich ganz klar: Das will ich auf gar keinen Fall, dass dann solche Leute an die Macht kommen, regieren und nachher mit allen Frauen so umgehen.“
Windkraft: Schwesig räumt Fehler ein
Aus Bürgerdialogen, die sie nach eigenem Bekunden sehr schätzt, habe sie viel gelernt. Viele Menschen hätten sich nicht gegen Windkraft an sich ausgesprochen, aber gegen zu dichte und zu viele Anlagen. „Ganz so oft kamen die Leute und haben gesagt: Frau Schwesig, wir haben gar nichts gegen Windkraft, aber nicht so dicht, nicht so viel und die haben leider gar nicht selber was davon. Die hatten ja viele Jahre die zu hohen Netzentgelte. Das heißt, weil wir viel Windkraft ausgebaut haben, waren unsere Strompreise hoch und das war natürlich mega ungerecht, ja.“ Schwesig habe dann ihren eigenen Leuten zu verstehen gegeben, dass man das „nicht so laufen lassen“ könne. Jetzt gebe es eine Verpflichtung, dass nur noch ein Windpark genehmigt werden dürfe, wenn auch tatsächlich der Ort, die Gemeinde und die Bürger etwas davon abbekommen.
Freizeit: Roland Kaiser und ein Lieblingsort
In der Freizeit liebt die SPD-Politikerin neben dem Ausschlafen am Sonntag auch Konzerte von Roland Kaiser. Zuletzt war Schwesig mit ihrem Mann beim Konzert des Schlagerstars im IGA-Park. „Roland Kaiser schafft es wirklich, jung und alt, klein und groß, Männer und Frauen und super Stimmung miteinander zu verbinden. Das geht richtig unters Herz“, strahlt die Ministerpräsidentin.
Was Roland Kaiser ihr über seine besondere Verbindung zu Mecklenburg-Vorpommern verraten hat, was Schwesigs Lieblingsort als Ausflugsziel ist und an welcher Stelle sie im Trabi „richtig wehmütig“ wird und dann aussteigt, zeigt Folge 3 von „Landpartie zur Landtagswahl“ im Video.