In Lübtheen wird am 20. September nicht nur der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern gewählt, sondern auch ein neuer Verwaltungschef für die Stadt. Insgesamt drei Kandidaten bewerben sich um das Amt des Bürgermeisters.
Die Bewerber im Überblick
Für die CDU tritt Michael Greve zur Wahl an, die SPD schickt Diana Müller ins Rennen und Marko Preißler bewirbt sich als parteiloser Einzelkandidat. Die Neuwahl ist notwendig, weil Amtsinhaberin Ute Lindenau (SPD) nach 25 Jahren in den Ruhestand geht.
Alle drei Bewerber leben in Lübtheen. Diana Müller und Michael Greve sitzen für ihre Parteien in der Stadtvertretung, wobei Michael Greve das Amt des Bürgervorstehers innehat und damit die Sitzungen der Stadtvertretung leitet. Greve ist Diplom-Kaufmann, Diana Müller ist Medizinpädagogin und Marko Preißler arbeitet als Brief- und Paketzusteller.
Wahlmodus und Termin
Um im ersten Wahlgang gewählt zu werden, müsste einer der Bewerber über 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Ist das nicht der Fall, kommt es zu einer Stichwahl zwischen den Bewerbern mit den beiden höchsten Ergebnissen. Die Bürgermeisterwahl findet am 20. September 2026 parallel zur Landtagswahl statt. Die Wähler können ihre Stimme an dem Tag direkt im Wahllokal abgeben oder eine Briefwahl beantragen.
Besonderheiten und Termin
Interessant ist, dass die Bewerber keine Erklärung zu einer möglichen Tätigkeit für den Staatssicherheitsdienst der DDR abzugeben brauchten. Diese Überprüfung ist noch bis 2030 bei Bewerbern um wichtige öffentliche Ämter wie Bürgermeister möglich, daher wird im Regelfall von den Bewerbern eine Erklärung verlangt. In diesem Fall wird darauf allerdings verzichtet, da alle Bewerber im Jahr 1990 noch unter 18 Jahre alt waren.
Wer die Kandidaten kennenlernen und sie ganz konkret auf bestimmte Themen ansprechen möchte, hat dazu am 30. August um 15 Uhr Gelegenheit. Das Demokratiebündnis Boizenburg - Lübtheen lädt alle Interessierten zu einem gemeinsamen Kaffeetrinken mit den Kandidaten auf den Museumsvorplatz ein. Geplant sind eine kurze Vorstellung der Kandidaten sowie ihrer Ziele und Pläne und danach viel Zeit für individuelle Gespräche bei Kaffee und Kuchen oder Schmalzstullen.