In Techentin (Amt Goldberg-Mildenitz) hat der Bau des ersten richtigen Gerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr begonnen. Der erste Spatenstich erfolgte im Beisein von Innenminister Christian Pegel, der zuvor den Fördermittelbescheid überreichte. Gemeinsam mit Landesbrandmeister Hannes Möller, Bürgermeister Mathias Wienand, Planer Wotan Drescher und weiteren Gästen griff der Minister zum Spaten.
Besonderer Spaten mit 58 Plaketten
Der Innenminister nutzte einen besonderen Spaten, den sogenannten „Staffelspaten“. Dieser trägt insgesamt 58 kleine Plaketten, die für 58 Gerätehäuser für Feuerwehren im Land stehen. Wehrführer Christian Jochim befestigte eine weitere Plakette an dem Spaten.
50 Millionen Euro vom Land
Das Land investiert insgesamt 50 Millionen Euro in das Vorhaben, das deutschlandweit einmalig ist. Die Techentiner erhalten für den Bau, der 1,2 Millionen Euro kostet, eine Förderung von 50 Prozent. Bürgermeister Wienand betonte: „Es hat viele Jahre gedauert, in der wir auf diesen Tag hingearbeitet haben. Viele Gespräche und etliche Planungen, mitunter auch manche Zweifel haben diese Zeit geprägt. Nun aber können wir sagen: Es wird Wirklichkeit.“
Fertigstellung im Frühjahr
Das Ziel ist ehrgeizig: In 200 Tagen ab Baubeginn soll das Gebäude fertig sein, also im Frühjahr des kommenden Jahres. Wienand nannte das Projekt trotz knapper Kassen in Kommunen und Land „ein starkes Zeichen, denn es zeigt, dass Politik etwas bewegen kann - und das auch hier in unserem kleinen Dorf“.
Für Wehrführer Christian Jochim und seine 15 aktiven Kameraden sowie sieben Ehrenmitglieder ist dies ein historischer Meilenstein. Bisher waren Fahrzeug und Ausrüstung in einer alten Scheune und einem alten Jugendklub untergebracht. Das neue Gerätehaus sei eine Wertschätzung des Ehrenamtes.
„Ehrenamtskarte in Beton“
Landesbrandmeister Hannes Möller würdigte das Zusammenspiel aller beteiligten Gruppen, Parteien und Personen. „Es wird ein Haus für Helfer und für Hilfesuchenden verschiedener Coleur - somit ein Haus für alle“, so Möller. Mit Blick auf die Ehrenamtskarte in Mecklenburg-Vorpommern sagte er: „Das heute hier ist eine Ehrenamtskarte in Beton für die Kameraden.“
Planer Wotan Drescher ist selbst Feuerwehrmann und kennt die Bedürfnisse der Einsatzkräfte. Nach Rukieten und Klockenhagen ist Techentin der dritte Ort, dessen Feuerwehr ein modernes Gerätehaus erhält.