Am 20. September wählt Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Landtag. Im Wahlkreis 19, zu dem Ludwigslust sowie die Ämter Ludwigslust-Land, Grabow und Neustadt-Glewe gehören, will Tommy Klein (Bündnis 90/Die Grünen) in den Landtag einziehen. „Ich engagiere mich seit über 20 Jahren in der Politik und möchte meine Erfahrungen im Landtag einbringen, um praktikable Lösungen zu finden“, erklärt der Vorsitzende des Kreisverbandes Bündnis 90/Die Grünen, der gemeinsam mit seinem Mann in Karstädt im Amt Grabow lebt.
Bleibeperspektive bieten
Die Themen erneuerbare Energien, der demografische Wandel und eine Bleibeperspektive im Landkreis Ludwigslust-Parchim sowie im Land liegen dem 37-Jährigen besonders am Herzen. „In den vergangenen Wochen war ich viel in den Gemeinden unterwegs und habe gesehen, dass die Dörfer immer leerer werden. Junge Menschen haben hier selten eine Bleibeperspektive“, erklärt Tommy Klein. „Der Abwanderung entgegenzuwirken, ist eine große Herausforderung. Wir müssen den Menschen Angebote machen und die Wirtschaft progressiv aufstellen.“ Die Stadt Ludwigslust zum Beispiel habe dahingehend gutes Potenzial. „Aber wir müssen es auch nutzen.“ Zudem sei es wichtig, dass sich der Landkreis weltoffen präsentiert.
Raus aus fossiler Abhängigkeit
Beim Thema erneuerbare Energien sei es laut Tommy Klein aktuell besonders wichtig, den Bürgern die Angst davor zu nehmen. „Wir müssen aus der fossilen Abhängigkeit raus, aber die Bürger haben gegenüber der erneuerbaren Energien große Vorbehalte. Und da müssen wir Überzeugungsarbeit leisten.“ Seiner Erfahrung nach würden Bürger in Gemeinden, in denen Windparks gebaut wurden, dem Thema anschließend viel positiver gegenüberstehen. „Es gibt einfach gute Möglichkeiten, die Bürger daran zu beteiligen. Und die erneuerbaren Energien werden der Weg sein.“
Auch der Bürokratieabbau ist Tommy Klein, der in Rostock geboren wurde und Wirtschaftsrecht studiert hat, wichtig. „Es gibt viele überfrachtete Gesetze und Verordnungen, und das sorgt auch für Unmut bei den Bürgern. Man muss das Rad nicht neu erfinden, aber wir brauchen praktikable Lösungen für die Bürger.“
Wahlkampf mit Flyern und Gesprächsangeboten
Im Wahlkampf hat der 37-Jährige in den vergangenen Wochen zahlreiche Gemeinden besucht. „Unser Ziel ist es, dass jedes Haus im Wahlkreis einen Flyer von uns bekommt. Wir wollen die Fläche abdecken.“ Hinzu kommen Gesprächsangebote unter anderem vor dem Büro des Kreisverbandes in der Schlossstraße in Ludwigslust. „Die Lage ist einfach gut und wir sind da, die Bürger können immer gerne vorbeikommen.“ Hinter all dem stecke viel Organisation. „Aber in diesem Wahlkampf haben wir so viel Unterstützung wie noch nie.“