Die Geestferkel GmbH, einer der größten deutschen Ferkelerzeuger mit Hauptsitz in Niedersachsen, hat Insolvenz angemeldet. In Mecklenburg-Vorpommern sind die Standorte in Passow bei Lübz, Groß Roge, Schwasdorf bei Teterow, Pinnow und Görmin betroffen. Bundesweit verlieren 188 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Perspektive. Weitere Standorte des Unternehmens befinden sich in Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Welche konkreten Folgen die Insolvenz für die Standorte und Beschäftigten im Land hat, ist derzeit noch unklar.
Gründe für die Insolvenz
Als Gründe für die Insolvenz nennt der Betrieb einen historischen Preisverfall bei Ferkeln und Mastschweinen, stark gestiegene Kosten für Energie, Bau, Löhne und Finanzierung sowie fehlende Planungssicherheit für die Schweinehaltung. Gespräche mit Banken und Gläubigern über eine Fortführung seien gescheitert. Zuvor hatte das Unternehmen mehrere Millionen Euro in Tiergesundheit, Tierwohl und die Modernisierung seiner Anlagen investiert.
Forderung nach neuer Finanzierung für Tierwohl
Nach Angaben des Unternehmens entstehen derzeit Verluste bei der Ferkel- und Schweineproduktion, weil die Erlöse die gestiegenen Kosten nicht mehr decken. Die Geschäftsführung fordert deshalb verlässlichere Preise und eine dauerhafte Finanzierung höherer Tierwohlstandards. Die Insolvenz sei ein Warnsignal für die deutsche Schweinehaltung und die regionale Wertschöpfung.
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