Amtsgebäude in Lützow soll erweitert werden
Amtsgebäude in Lützow soll erweitert werden

Das Verwaltungsgebäude in Lützow entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen und soll daher erweitert werden. Zunächst sind die Neuvermessung und die Anpassung der Grundstücksgrenzen bestimmter Flurstücke geplant.

Personalstärke gestiegen

Ursprünglich für das Amt Lützow gebaut, reicht das Gebäude nicht mehr für den Personalbestand aus, der durch die Fusion und aktuelle Erfordernisse gewachsen ist. Auch sicherheitstechnisch besteht Handlungsbedarf. Deshalb ist ein Erweiterungsbau vorgesehen.

„Als dieses Gebäude für das Amt Lützow gebaut worden ist, waren es damals 30 Mitarbeiter“, schilderte Amtsvorsteher Jörg Haase bei der vergangenen Gemeindevertretersitzung in Lützow. Durch die Fusion ist das Amt Lübstorf hinzugekommen. In Lübstorf sei jedoch nur noch eine Außenstelle in der Schule vorhanden, wo das Einwohnermeldeamt zur Beratung tätig ist. „Und wir sind in der Zwischenzeit von 30 Mitarbeiter auf 48 Mitarbeiter gewachsen, was die Erfordernisse unserer Landesregierung und unseres Bundes erfordert haben.“

Letztendlich habe man in der Zwischenzeit fast 14.000 Einwohner, die betreut werden müssten. „Deshalb brauchen wir die Personalstärke, um das abzuwickeln. Und wir möchten ja auch, dass die Mitarbeiter einen den Anforderungen entsprechenden Arbeitsplatz haben“, betont der Amtsvorsteher.

Barrierefreiheit und Sicherheit fehlen

Auch unter weiteren Gesichtspunkten entspricht das Gebäude nicht mehr aktuellen Standards. „Wir müssen an dieses Amt so oder so ran, weil wir die Barrierefreiheit zurzeit nicht haben und eben auch keinen Fluchtplan. Wenn es einmal anfängt zu brennen, müssen die Menschen aus den Obergeschosse aus dem Fenster. Und das kann es im Endeffekt nicht sein“, sagte Jörg Haase.

Der Amtsausschuss hat bereits verschiedene Varianten gegenübergestellt und geprüft, welche die kostengünstigste ist. Zum einen wurde nach einem neuen Objekt gesucht, welches für die Verwaltungsarbeit genutzt werden könnte. Nach Einschätzung des Amtsausschusses sei ein Umbau eines neuen Objektes jedoch noch teurer als der Ausbau des bestehenden in Lützow. Aufgrund der ÖPNV-Verbindung, Ärzte und Einkaufsmöglichkeiten ist der Standort Lützow aus Sicht des Ausschusses für die Amtsmitarbeiter dabei ideal.

Erweiterungsbau als Lösung

Wie Jörg Haase berichtete, wurde zum anderen auch geprüft, ob hier ein Neubau infrage kommt. „Der würde die Investitionskosten jedoch bei Weitem überschreiten, gegenüber dem jetzigen Ausbau, den der Amtsausschuss in Erwägung zieht.“ Die Anmietung anderer Gebäude und Aufteilung der Verwaltung ist mit Blick auf Einbußen bei der Einfachheit für die Bevölkerung und Zusammenarbeit der Mitarbeiter verworfen worden.

„Letztendlich wurde eben gesagt: Also wenn, dann ein Erweiterungsbau“, berichtete Jörg Haase. Dieser soll im hinteren Bereich unmittelbar an das Amtsgebäude anschließen.

Zunächst müssen für das mögliche Bauvorhaben eine Neuvermessung sowie die Anpassung der Grundstücksgrenzen bestimmter Flurstücke durchgeführt werden. „Die Gemeinde Lützow hat dahinter Garagen und es gibt einen Bauabstandsbereich von knapp drei Metern, der gänzlich eingehalten werden muss“, schildert Lützows Bürgermeister Tino Waldraff. „Im Moment ist es so, dass das Grundstück etwas konisch verläuft und die drei Meter nicht in Gänze eingehalten werden, deshalb muss das Grundstück so weit angepasst werden, das dem Amt die Möglichkeit hat, das Gebäude zu errichten und die Abstandsgrenzen zum Nachbarn einzuhalten“, so Waldraff weiter. Im Endeffekt finde hier ein Ausgleich statt, verdeutlicht Jörg Haase.

Sowohl Tino Waldraff als auch Jörg Haase gaben dabei zu bedenken, dass ein Erweiterungsbau sehr wohl durchdacht sein will. Denn: „Es kostet sehr viel Geld, und wir sind auf Fördermaßnahmen angewiesen, weil die 15 Gemeinden das alleine gar nicht stemmen können“, schilderte Jörg Haase und betonte: „Wir müssen etwas machen, das wissen wir. Aber wir prüfen immer wieder ganz genau.“