Blitzer an B104 in Niendorf blitzt jetzt in beide Richtungen
Blitzer an B104 blitzt jetzt in beide Richtungen

Autofahrer auf der B104 zwischen Malchin und Teterow müssen sich auf neue Kontrollen einstellen. Die Blitzersäule in Niendorf, an der Tempo 50 gilt, erfasst seit dem 1. September auch Fahrzeuge, die in Richtung Malchin unterwegs sind. Bisher wurden nur Raser geblitzt, die in Richtung Teterow fuhren. Nun kann das Gerät in beide Richtungen messen.

Techniker rüsten Anlage um

Am 1. September haben Techniker die Blitzersäule umgerüstet. Ein Mitarbeiter des Landkreises erklärte während der Arbeiten: „Wir führen eine Wartung durch.“ Und ergänzte: „Inklusive, dass eine zweite Messrichtung eingerichtet wird.“ Wann genau in beide Richtungen Bußgelder verhängt werden, hänge davon ab, wie schnell die Umstellung abgeschlossen ist.

Die Anlage stammt aus dem Jahr 2011 und galt damals als Hightech. Die Daten für die Knöllchen müssen weiterhin direkt an der Säule ausgelesen werden.

Gründe für die zweite Messrichtung

In der Vergangenheit gab es wiederholt Beschädigungen an der Säule. Auch das Blitzlicht wurde schon überklebt, etwa ein- oder zweimal im Jahr, so ein Mitarbeiter der Ordnungsbehörde.

Die Erweiterung hängt mit den Blitzern in Bentwisch und Güstrow zusammen. Dort wurden die Anlagen erneuert. Ein altes Messsystem, das sonst eingelagert worden wäre, wird nun in Niendorf genutzt. Deshalb blickt die einzige Blitzersäule in Mecklenburgs Schweiz jetzt in beide Richtungen.

Zur Geschwindigkeitsmessung wird an zwei Punkten gemessen: einmal 50 Meter vor dem Blitzer und einmal 20 Meter davor. Aus diesen Werten wird die Durchschnittsgeschwindigkeit berechnet. Wer zu schnell fährt, wird fotografiert.

Einnahmen aus Bußgeldern

Die Blitzer des Landkreises werden regelmäßig gewartet, vierteljährlich werden alle Anlagen überprüft. „Die restlichen Wartungen finden alle nächste Woche statt“, verriet der Landkreis-Mitarbeiter.

Im ersten Halbjahr wurden im Landkreis Rostock 40.975 Verfahren registriert, die Einnahmen von etwa 1,9 Millionen Euro brachten. Im Vorjahreszeitraum waren es 47.478 Verfahren und rund zwei Millionen Euro. Die hohen Spritpreise dürften dazu beigetragen haben, dass Autofahrer langsamer fuhren. Mit der beidseitigen Blitzerei dürfte in Niendorf nun öfter ein Fluch von ertappten Rennpiloten zu hören sein.