Seit dem 8. Juli 2026 können die neu gegründeten First Responder der Freiwilligen Feuerwehr Rehna rund um die Uhr alarmiert werden. In den ersten zwei Monaten wurden sie nahezu wöchentlich gerufen, etwa bei Stürzen oder Kreislaufproblemen. „Wir wurden unter anderem nach Stürzen oder bei Kreislaufproblemen alarmiert“, sagt Henry Wanzenberg von den First Respondern.
Einsätze in mehreren Gemeinden
Die Einsätze führten die Helfer nicht nur nach Rehna, sondern auch in die Gemeinden Carlow, Königsfeld und Wedendorfersee. „Angesichts der Einsatzzahlen ist die Notwendigkeit sichtbar geworden, ein First-Responder-Team aufzubauen“, so Henry Wanzenberg.
Die Gruppe besteht aus 20 Frauen und Männern, die unterschiedliche Berufe haben – von Mitarbeiterinnen einer Notfallaufnahme über IT-Techniker, Kaufmann, Tischler, Physiotherapeut bis zur Pflegekraft. Geleitet wird das Team von Christoph Lundt, der als Notfallsanitäter arbeitet und seit Jahren in der Feuerwehr aktiv ist.
Brücke bis zum Rettungsdienst
Ziel der First Responder ist es, die Sicherheit der Menschen zu erhöhen. „Jeder kann in eine Notlage geraten. Dann kommt es auf jede Sekunde an. Aufgabe der First Responder ist es in solchen Fällen, die Zeit zu überbrücken, bis der Rettungsdienst vor Ort ist“, erklärt Wanzenberg. Lebensrettende Sofortmaßnahmen gehören ebenfalls zu ihren Aufgaben.
Weltrekordversuch in Schwerin
Ein besonderer Einsatz steht den Ehrenamtlichen aus Rehna in der Landeshauptstadt bevor: Sie wollen an einem Weltrekordversuch im Wiederbeleben teilnehmen. Dieser findet vom 2. bis zum 5. September 2026 in der Marienplatz-Galerie statt. Ziel ist es, mindestens 80 Stunden lang pausenlos eine Wiederbelebung zu simulieren.
„Von 16 bis 18 Uhr werden wir am Freitag diese Aktion des Vereins Nofias und des DRK-Kreisverbandes Schwerin unterstützen. Wir werden mit zwölf Einsatzkräften vor Ort sein und hoffen, dass mithilfe weiterer Teams ein neuer Weltrekord aufgestellt wird“, sagt Henry Wanzenberg.
Von den Organisatoren des Weltrekordversuches heißt es: „Allein in Deutschland müssen jährlich rund 71.000 Menschen wiederbelebt werden, doch nur elf Prozent überleben.“ Die Aktion soll die Bevölkerung für das Thema plötzlicher Herztod sensibilisieren und zeigen, dass jeder Mensch in Mecklenburg-Vorpommern Leben retten kann. Der Weltrekordversuch ist Teil der Initiativen „MV zeigt Herz“ und „Schwerin zeigt Herz“, die den flächendeckenden Ausbau einer öffentlichen Infrastruktur automatisierter externer Defibrillatoren (AEDs) anstreben.